Was brauchen die Jugendlichen? Mario Eichinger, Olaf Schräder und SPD-Gemeinderätin Anna Braun (von links) zogen Bilanz. foto: ch

Die Vierkirchener Jugend zieht mit

Vierkirchen - Jugendbetreuer Olaf Schräder berichtete über die Jugendarbeit. Die Arbeit ist vielfältig - und erfolgreich ist sie auch. Die jungen Vierkirchener ziehen mit. Lob bekamen sie etwa fürs Anpacken bei der Renovierung des Jugendzentrums.

Rund 40 bis 50 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren besuchen monatlich das Jugendzentrum der Gemeinde. Bei dem gut besuchten SPD-Stammtisch informierte der Jugendbetreuer Olaf Schräder über den aktuellen Stand der Jugendarbeit, die seit einem Jahr das Team des Zweckverbands für Kinder- und Jugendarbeit übernimmt.

Vorwiegend Vierkirchener Jugendliche kämen zu den regelmäßigen Treffs dienstags und freitags in das JUZ, berichtete Schräder. Es seien meist sehr engagierte Jugendliche dabei, mit denen das Team des Zweckverbands das JUZ komplett renoviert und in ein einladend gemütliches Begegnungszentrum verwandelt hat. Insgesamt sieben Mitarbeiter in Teil- und Vollzeit beschäftigt der Zweckverband, dem die Landkreise Dachau, Pfaffenhofen und Freising angehören.

Ursprünglich organisierte Vierkirchen die Jugendarbeit in Eigenregie (Teilzeitstelle). Der Zweckverband bietet hingegen den Vorteil, Vollzeitstellen anbieten zu können, so Schräder. Ein Team ist für die Gemeinden entlang der S-2 Linie (Hebertshausen, Röhrmoos, Vierkirchen, Petershausen, Reichertshausen) zuständig, erklärte er. In Vierkirchen arbeitete Schräder als Teamleiter der Gruppe mit Sarah Brinkmann zusammen. „Leider hat sie aufgehört, weshalb ab Oktober zwei neue Kräfte aus dem Landkreis Dachau kommen“, sagte Schräder.

Neben dem Einsatz im JUZ gehört laut Schräder auch die aufsuchende Jugendarbeit zu den Aufgaben der Jugendbetreuer. An Jugendtreffs wie am Wasserturm, im Naturbad oder an der Schule werden Kontakte zu den Jugendlichen aufgenommen. Auch bei Großveranstaltungen wie dem Vierkirchener Faschingszug ist die Jugendarbeit präsent.

Regelmäßig jeden Donnerstag ist Schräder außerdem an der Grundschule Vierkirchen, um Kindern, Eltern und Lehrern bei Fragen oder Problemen zur Seite zu stehen. „Je früher wir die Kinder auffangen, wenn sie Probleme haben, umso größer sind die Chancen, etwas zu bewirken“, betonte der Diplom-Sozialpädagoge.

Die Jugendbetreuer begleiten und beraten auch Jugendliche. Erstmals hat der Zweckverband heuer das Vierkirchener Ferienprogramm organisiert. Die Anmeldezahlen seien in Vierkirchen deutlich größer gewesen, als in den anderen Gemeinden, stellte Schräder fest. Künftig soll auch in den Herbst-, Winter- und Osterferien eine Ganztagsbetreuung angeboten werden - auch dann, wenn nur wenige Anmeldungen vorliegen.

„Mein höchstes Ziel in der Jugendarbeit ist es, Jugendlichen in extrem schwierigen Situationen zu helfen“, betonte Mario Eichinger, SPD-Gemeinderat und SPD-Ortsvereinsvorsitzender. „Wenn wir in zehn Jahren nur einen Jugendlichen retten können, hat sich das Geld schon gelohnt“, versicherte Bürgermeister Harald Dirlenbach (SPD). Großes Lob gab es zudem von allen Seiten für die gelungene Renovierung des Jugendzentrums.

(ch)

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