Instrument mit Seele und ausdrucksvolle Musikalität begeisterten in der Pfarrkirche. Foto: INK

Virtuoses Feuerwerk im Händel-Festkonzert

Bergkirchen - Das Festkonzert zum 250. Todestages des Komponisten Georg Friedrich Händel darf als einer der Höhepunkte im Bergkirchner Kulturprogramm gesehen werden.

Es fand im wunderbaren Ambiente der Pfarrkirche St. Johann Baptist statt. Hochkarätige Musiker führten unter der Leitung von Robert Scheingraber eine erlesene Auswahl barocker Werke auf. Im Mittelpunkt standen die lange Zeit unbeachteten Brandenburgischen Konzerte Nr. 4 und Nr. 5 von Johann Sebastian Bach, die wegen ihres musikalischen Einfallsreichtums und ihrer Zahlensymmetriespiele zu den bekanntesten Werken des Barock zählen.

Um Bachs Musik adäquat aufzuführen, spielte Scheingraber auf seinem neu erworbenen Mietke-Cembalo, das klanglich und optisch beeindruckte. Das kostbare Instrument „mit Seele“, so Scheingraber, wurde nach historischen Vorlagen des Berliner Cembalobauers Mietke (1665-1726) nachgebaut. Scheingraber spielte zusammen mit dem Seraphin Ensemble München, hinter dem sich Mitglieder des Bayerischen Symphonieorchesters verbergen.

Das äußerst fachkundige Publikum zeigte sich begeistert und bewegt von der Schönheit der dargebotenen Musik. Das Konzert Nr. 5, das erste Cembalo-Konzert Bachs, enthält einen großen Solopart für Cembalo. Scheingraber zeigte, dass er „diesem virtuosen Feuerwerk“, wie er es ankündigte, absolut gewachsen war. Das Klangwunderwerk ging unter die Haut.

Ebenso viel Begeisterung löste Sänger Andreas Pehl als Contratenor (die hohe Gegenstimme zum Tenor) aus. Das Concerto in e-Moll von Georg Philipp Telemann, einem ebenfalls großen Komponisten des Barock, bildete den Abschluss des bewegenden Abends, der Zuhörer und Künstler gleichermaßen beglückte. (ink)

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