Vernebelter Blick? Die Stadträte Marion Eberhardt (CSU) und Horst Ullmann (SPD).

Volksfest-Bierprobe versinkt im "Denk"-Nebel

Dachau - Was war das doch in diesem Jahr für eine Bierprobe zum billigsten Volksfest der Welt? Alles versank "im Nebel". Bildlich gesprochen.

Eigentlich war das Wetter am Freitagabend in Dachau richtig sommerlich – und doch lag Nebel über der diesjährigen Bierprobe zum Dachauer Volksfest, die erstmals im Drei-Rosen-Saal über die Bühne ging. Nach der „Verneblungs-Attacke“ von ÜB-Stadtrat Peter Denk („Dachaus Stadträte sind wohl durch Spaten-Brauerei-Einladungen zum Oktoberfest vernebelt.“) war wohl auch Spaten-Vertreter Günter Kador bei der Begrüßung so vernebelt, dass er nebulös die Namen durcheinander wirbelte, MdL Bernhard Seidenath, Landrat Hansjörg Christmann und Oberbürgermeister Peter Bürgel mussten schon bald nach dem ersten Schluck wieder verschwinden, wurde doch vor dem Rathaus die vor einer Woche wegen Nebel (oder war es doch wegen Regen?) abgesagte Premiere von Romeo und Julia nachgeholt, Volksfestreferent Willy Teufelhart hatte wohl den Weg von der Altstadt an den Fuße des Karlsbergs offenbar überhaupt nicht gefunden (wegen Nebel?) und Peter Denk war heuer wegen des politischen Nebels seiner Äußerungen überhaupt nicht zu sehen. Dabei war klarer Blick im Saal, weil die Raucher am letzten Tag des Nichtraucher-Schutz-Gesetzes noch immer vor der Türe ihre Rauch(Nebel-)Schwaden ablassen mussten. Hat nur noch gefehlt, dass Fred Geißer mit seinen Ludwig-Thoma-Musikanten zu später Stunde Lili Marleen („...wenn sich die späten Nebel dreh’n“) gespielt hätte. Wer bei allem noch den Durchblick behielt, dem wurde das diesjährige Wiesnbier ausgeschenkt, noch ein wenig „vernebelt“ – oder sagt man noch unfiltriert? – aber schon recht „g’schmackig“. Ob es den vielen tausend Volksfestbesuchern ab kommenden Samstag auch schmeckt, wird man dann klar und deutlich sehen. Bei hoffentlich nebelfreien Wiesn-Tagen. Und wenn das Essen so gut schmeckt, wie bei der Probe aus der No(e)bel-Küche vom Drei Rosen kann nichts mehr schief gehen. Dann kann Fred Geißer auch beruhigt zum Abschluss die Lili Marleen erklingen lassen.

Kurt Göttler

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