Andis next Super-Modell: In diesen Condor-Nachbau hat MSC-Mitglied Paul rund 600 Stunden Arbeit gesteckt. Foto: sim

Volksfestfliegen des MSC Dachau: Die große Show der kleinen Kisten

Dachau/Hebertshausen - Spektakuläre Flugmanöver, lustige Showeinlagen, buntes Kinderprogramm: Das Volksfestfliegen des Modellfliegerclub Dachau zieht in jedem Jahr Tausende Schaulustige an.

Und auch die Piloten kommen aus ganz Europa, um ihre Modelle auszustellen und vor allem, um sie zu fliegen. Der Flugplatz liegt idyllisch, ist gut erreichbar, und das Event, das die Modellflieger da jedes Jahr aufziehen, hat sich in Flugkreisen schon lange als absolutes Highlight herumgesprochen, das seit 18 Jahren fest zum Rahmenprogramm des Dachauer Volksfestes gehört. Selbst bei schönstem Badewetter zieht es die Besucher in Scharen an. Einige davon steuern selbst ihre Modelle, andere wiederum genießen einfach das tolle Programm und die spannungsgeladene Atmosphäre.

Nicht nur zuschauen, sonder selbst Hand anlegen ist das Motto von Andi Paul aus Gröbenzell. Seit 30 Jahren ist er Mitglied beim MFC, der vor 41 Jahren gegründet wurde. Als Modell-Bauer hat er sich in Fachkreisen längst einen Namen gemacht und ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Auch in diesem Jahr hat Paul wieder eines seiner Prachtstücke mitgebracht: eine bis ins kleinste Detail nachgebaute viermotorige Focke-Wulf Condor, die in 600 Arbeitsstunden entstanden ist. Das Original wurde 1937 gebaut. Eine Sensation damals, zumal die Condor das erste Flugzeug aus deutscher Produktion war, das von Berlin nach New York fliegen konnte.

Dass Georg Schneiderbauer in diesem Jahr mit dabei sein würde, hätte er vor eineinhalb Monaten wohl selbst nicht geglaubt. Denn da stürzte sein Modellflugzeug bei einer Flugshow in Memmingen ab - ein Totalschade wurde befürchtet. Doch Schneiderbauer hat seinen Flieger in unzähligen Stunden wieder rechtzeitig flott gemacht. Und Guido Stern, der wie gewohnt unterhaltsam und professionell durchs Programm führte, zeigt auch selbst, dass er mehr kann als reden. Mit seinem elektrischen F5D Pylonracer beschleunigt er auf über 300 Stundenkilometer. (sim)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eine Lösung für den Ärztemangel
Im Dachauer Hinterland herrscht ein Mangel an Hausärzten. Der Sulzemooser Bürgermeister Gerhard Hainzinger berichtet vom Ärger mit der Kassenärztlichen Vereinigung und …
Eine Lösung für den Ärztemangel
Feldgedinger Gruppe darf nicht an Faschingsumzügen teilnehmen - Polizei erklärt, warum
Die Feldgedinger Faschingsgruppe ist auch heuer von den Umzügen ausgeschlossen. Doch sie sollen eine Chance bekommen.
Feldgedinger Gruppe darf nicht an Faschingsumzügen teilnehmen - Polizei erklärt, warum

Kommentare