Volltrunken am Steuer: 19-Jähriger vor Gericht

Petershausen - Volltrunken hat ein 19-jähriger Azubi aus der Gemeinde Petershausen sein Auto in Haag (Kreis Freising) an einem Juniabend in die Büsche gesetzt.

Wegen Straßenverkehrsgefährdung musste sich der Auszubildende jetzt vor dem Amtsgericht Freising verantworten. Noch heute schlottern dem Azubi die Knie, wenn er an den Unfall denkt. An das, was ihm hätte geschehen können, was er anderen hätte antun können. An den Unfall selbst vermag der 19-Jährige sich nicht zu erinnern. „Eine stramme Promillezahl“, kommentierte das Gericht.

Der Angeklagte war mit 1,23 Promille mitten im Ort von der Straße abgekommen, rasierte eine Böschung, schrammte an zwei Eschen entlang und kippte seitlich weg. Den Schaden bezifferte das Gericht auf rund 2000 Euro. Der Angeklagte kam mit kleineren Blessuren und einem Nasenbeinbruch davon.

Dass sich der 19-Jährige an die Vorgänge des Abends nicht mehr erinnert, dürfte zu einem Gutteil daran liegen, dass er sich seit Jahren in psychiatrischer Behandlung befindet und medikamentös behandelt wird. Der 19-Jährige leidet an starken Depressionen. Der wegen Drogenmissbrauchs vorbelastete 19-Jährige räumt außerdem ein, seinerzeit regelmäßig Alkohol zu sich genommen zu haben.

Die Trennung der Eltern konnte der Azubi offenbar nicht verwinden. Panikattacken waren unter anderem die Folge. Diagnostiziert ist eine „ernsthafte seelische Erkrankung“. Der 19-Jährige befindet sich in ambulanter psychiatrischer Behandlung, wird mit Psychopharmaka therapiert.

Die seelische Erkrankung wertete das Gericht schuldmindernd. Jugendrichter Christian verurteilte den 19-Jährigen zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro. (an)

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