Polens Präsident legt Veto gegen Justizreform ein

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Die Mitarbeiter-Motivations-MasterCard stellen vor (v. l.): Gerhard Kulbarsch, Heike Pötsch und Obermeister Werner Braun aus Wiedenzhausen. foto: rds

Vorreiter in Deutschland

Dachau/Freising - Angesichts geburtenschwacher Jahrgänge haben viele Handwerksmeister Personal und Nachwuchsmangel. Das gilt auch fürs Metzgerhandwerk. Da traf es sich gut, dass Werner Braun aus Wiedenzhausen, Obermeister der Innung Dachau-Freising, mit der Mitarbeiter-Motivations-MasterCard etwas Besonderes entdeckt hat.

Deutschlandweit als erste Metzgerinnung führt Braun diese Gutschein-Karte ein, die aussieht wie eine ganz normale Kreditkarte. Nur gibt’s da drauf weder Kredit, noch kann sein Inhaber damit Bargeld abheben. Sondern: Die „Spendit MasterCard“ ist bei den Finanzbehörden als Gutschein und Sachleistung anerkannt.

Wie das funktioniert, erläuterten Gerhard Kulbarsch und Heike Plötsch von der Münchner Firma Spendit in der jüngsten Versammlung der Innung in Allershausen den Metzgermeistern. Der Karteninhaber kann nicht selbst Geld auf diese Prepaid-Karte laden - das darf nur sein Chef. Doch die darauf geladenen Euro kann der Kartenbesitzer ausgeben, wie bei einer Geldkarte, bei mittlerweile 36 Millionen Akzeptanzstellen weltweit.

Dieser „Gutschein“ für den Mitarbeiter hat auch Vorteile für den Chef: Während bei einer herkömmlichen Lohnerhöhung von 528 Euro im Jahr, für den Arbeitsgeber noch einmal 428 Euro an Sozialabgaben und 321 Euro Steuern hinzukommen, geht das mit dem neuen Modul deutlich günstiger. Dabei entfallen Sozialabgaben und Steuern. Lediglich 40 Euro Gebühr verlangt die Firma Spendit. Das heißt, mit 568 Euro fährt der Metzgermeister bei gleichem Netto-Plus für seinen Mitarbeiter um 709 Euro günstiger als bei einer regulären Lohnerhöhung.

Außerdem trete bei einer Lohnerhöhung nach zwei bis drei Monaten bereits der Gewöhnungseffekt beim Mitarbeiter ein. Doch beim Bezahlen mit der Gutscheinkarte werde er jedes Mal daran erinnert, wem er diese „Wohltat“ zu verdanken hat.

Es gibt auch andere Modelle: Bei Modul 21 mietet der Betriebsinhaber beim Mitarbeiter für 21 Euro monatlich eine Werbefläche auf dem privaten Auto, Motorrad oder Fahrrad des Mitarbeiters. Bei Modul 3 darf der Chef bis zu dreimal im Jahr seinem Mitarbeiter zu besonderen Anlässen wie Geburtstag, Heirat, Geburt eines Kindes oder Betriebsjubiläum bis zu 60 Euro pro Anlass auf die Karte buchen.

Die drei anderen Varianten sind nicht mehr steuerfrei, sondern pauschal zu versteuern: „Modul Online“, „Modul Relax“ oder „Modul More“.

(rds)

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