Seit vielen Jahren sind diese Gartenbauvereinsvorsitzenden im Amt. Dafür wurden sie von Wolfram Vaitl-Gloo (links) und Walter Wilbert (rechts) geehrt. foto: ost

Warten auf die Trendwende zum eigenen Garten

Dachau - Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege hat in der Bürgergaststätte von Sigmertshausen seine Jahresversammlung abgehalten.

Zur Jahresversammlung konnte der Kreisvorsitzende Walter Wilbert einen hohen Gast inmitten der Vorsitzenden der örtlichen Gartenbauvereine begrüßen: Diplom-Meteorologe Wolfram Vaitl-Gloo, der Bezirksverbandsvorsitzende und damit der oberste Chef von 150 000 Gartlern in Oberbayern, sprach das Vereinswesen an und zollte allen, die einen Gartenbauverein führen, Respekt und Anerkennung.

Laut Vaitl-Gloo wird es immer schwerer, Vorsitzende für solche Vereine zu finden. Man müsse sich aber immer vor Augen halten, dass es hier um eine Umweltangelegenheit geht, die zu vertreten ist. Erste Anzeichen lassen erkennen, dass die Bevölkerung einen eigenen Garten wieder mehr schätzt. „Ich kann nur hoffen, dass diese Trendwende für den eigenen Garten eingeläutet wird“, sagte der Bezirksvorsitzende und forderte die Gartenbauvereins-Chefs auf, bei den angebotenen Wettbewerben auch tatkräftig mitzumachen. „Es lohnt sich, es dient einer guten Sache, schließlich wollen wir alle schöne Dörfer.“

Von der Landesverbandstagung berichtete Vaitl-Gloo, dass die Gentechnologie ein heißes Thema bleibt und auch bleiben muss. Sorge macht ihm die Veralterung in den Vereinen, daher der Aufruf: „Wir müssen unsere Vereine unbedingt verjüngen.“ Wichtig ist, dass die Jugendarbeit nicht vernachlässigt wird. Man muss den Kindern die Natur nahe bringen und ihnen lernen, mit frischem Obst und Gemüse umzugehen.

Wie vom Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Siegfried Lex, zu erfahren war, intensiviert der Bezirksverband die Jugendleiterausbildung in den Gartenvereinen, was letztlich dazu fühen soll, die jüngere Generation fürs Garteln zu begeistern. Diese dreitägige Ausbildung sei für die Vereine unentgeltlich, die Kosten würden durch den Kreisverband getragen. Dass etliche Verein bereits Kindergruppen betreuen, wird seitens des Kreisverbandes natürlich besonders begrüßt. Dass auch der Kreisverband sehr aktiv ist, was die Zusammenarbeit mit den einzelnen Vereinen angeht, hat Walter Wilbert herausgestellt. Über 40Termine waren es, die von Wilbert im Jahr 2010 besetzt wurden. Wilbert erinnerte an den Ausflug nach Südtirol, die Erntedankfeier in Odelzhausen und die Vereinsjubiläen in Pellheim, Sigmertshausen und Bachern. 69 Teilnehmer habe man beim Gartenpflegerlehrgang registriert.

Mit Freude ehrte Vaitl-Gloo langjährige Gartenbauvereinsvorsitzende im Landkreis. An der Spitze steht Adolf Putz aus Hilgertshausen mit 36 Vorstandsjahren. Werner Arm aus Indersdorf steht 32 Jahre an der Vereinsspitze. 25 Jahre und länger führen Paula Herzinger (Röhrmoos), Barbara Schmeuser (Einsbach) und Georg Osterauer (Walkertshofen) Gartenbauvereine. Zwischen 20 und 24 Jahre sind Maria Furtmair (Tandern), Hildegard Stempfl (Eisenhofen-Hirtlbach), Thomas Heitmeier (Lauterbach) und Manfred Pohl (Langenpettenbach) an der Spitze der Vereine. Auf 15 bis 19 Jahre Vorsitz bringen es Hedi Metz (Pellheim), Monika Kraus (Sulzemoos), Resi Michl (Vierkirchen), Ulrich Podzuweit (Zeitlbach), Irmgard Hefele (Ainhofen) und Walter Schöttl (Westerholzhausen). josef ostermair

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