Wasserpreis steigt, Abwassergebühr fällt

Hebertshausen - Alle vier Jahre werden die Gebühren für Wasser und Abwasser neu kalkuliert. Für Hebertshausen bedeutet das: Wasser wird teurer, Abwasser günstiger.

Ab diesem Jahr gelten in der Gemeinde Hebertshausen neue Gebühren für Wasser und Abwasser. Dies hat der Gemeinderat noch in der letzten Sitzung des alten Jahres beschlossen. Ab Januar steigt der Wasserpreis in fast allen Ortsteilen von 0,93 auf 1,43 Euro netto pro Kubikmeter. Die monatliche Grundgebühr bleibt unverändert.

Ebenfalls ab Januar wird dagegen die Abwassergebühr für die Hebertshauser etwas günstiger. Sie sinkt von 2,61 auf 2,53 Euro. Vorausgegangen waren Neukalkulationen der Beiträge und Gebühren für Wasser und Abwasser durch das Ingenieurbüro Schneider und Zajontz. Diese Neukalkulationen müssen alle vier Jahre durchgeführt werden. Die Wasser- und Abwassertarife müssen kostendeckend kalkuliert werden.

Bürgermeister Richard Reischl erklärte, dass die Kommune in Sachen Wasserpreis deshalb fast keinen Einfluss hat. Die Gemeinde hat früher einmal selbst einen eigenen Brunnen betrieben. Es gab sogar einmal einen Wasserturm in der Nähe des Schlosses Deutenhofen. Seit vielen Jahren bezieht Hebertshausen nun aber das Trinkwasser vom Wasserzweckverband Oberbachern.

Dieser hat nun die Preise erhöht, und diese Steigerung muss nun an die Hebertshauser Verbraucher weitergegeben werden. Als Begründung für die Erhöhung führte der Wasserzweckverband an, dass enorme Investitionen getätigt wurden.

Ausgenommen von der Erhöhung sind die Ortsteile Prittlbach, Goppertshofen und Walpertshofen. Hier sind nach wie vor nur 0,76 Euro pro Kubikmeter zu berappen. Der Grund ist, dass die drei Ortsteile keine „Kunden“ beim Wasserzweckverband sind, sondern „geborene Mitglieder“. In den 70er Jahren hat die damals noch selbständige Gemeinde Prittlbach die Wasserversorgung aus Oberbachern mit aufgebaut. Die Bürger der Mitgliedsgemeinden, wie eben z.B. Prittlbach, mussten damals gehörige Einmalzahlungen zur Finanzierung des Ganzen leisten. Das wirkt sich immer noch auf den Wasserpreis aus.

Für Florian Zigldrum (CSU) ist das allerdings den Bürgern der anderen Ortsteile kaum zu vermitteln. Er ist der Meinung, dass die Gemeinde sich darum bemühen soll, selbst ein vollwertiges Mitglied im Wasserzweckverband zu werden, um für alle Bürger einen einheitlichen und wenn möglich günstigeren Tarif zu bekommen.

Dieser Vorschlag wurde in der Vergangenheit aber schon einige Male besprochen und nicht weiter verfolgt. Wie Bürgermeister Reischl dazu feststellte, müsste die Gemeinde dafür eine hohe Einmalzahlung und Investitionen ins eigene Wassernetz leisten.

„Wir müssen über eine Million Euro für eine Mitgliedschaft auf den Tisch legen“, glaubt auch Gemeinderat Henrich Schönwetter. Martin Gasteiger (FBB) fand, dass 1,43 Euro pro Kubikmeter noch ein akzeptabler Preis für Wasser in bester Trinkwasserqualität sei.

Aber nicht nur der Wasserpreis musste für 2015 korrigiert werden. Auch bei den Abwassergebühren gibt es eine Änderung. In diesem Fall zu Gunsten der Bürger. Die Gebühren sinken um immerhin acht Cent. Dabei ist im neuen Tarif auch eine Rückstellung mit eingerechnet. Diese Rückstellung soll einmal dazu dienen Investitionskosten auf mehrere Abrechungsperioden zu verteilen. (khr)

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