Die Hände zum Himmel... Noch auf dem Parkett feierten die Sulzemooser Fußballer ihren Turniererfolg. Foto: hab

Von wegen anders: Es ist immer das Gleiche

Dachau - Die gastgebenden Vereine TSV 1865 Dachau und SV Sulzemoos laden Vereine aus der Umgebung zu ihrem Turnier ein, nur um es dann selbst zu gewinnen.

Diesmal war wieder der SV Sulzemoos an der Reihe, der Bezirksligist war allerdings ein verdienter Sieger des 4. Es-geht-auch-anders-Hallenfußballturnieres in Dachau.

2007 gewann der TSV 1865 Dachau, dann der SV Sulzemoos, im Vorjahr waren wieder die 65-Fußballer dran – und am zurückliegenden Wochenende schließlich wieder die Sulzemooser. Die beiden Gastgeber des in der Dachauer Berufsschulturnhalle ausgetragenen Turniers wechseln sich ab in Sachen Turniergewinn, der Siegerpokal wechselt immer hin und her.

Dass es auch diesmal so war, ist nur gerecht. Denn mit dem SV Sulzemoos hat die beste Mannschaft gewonnen. Schon in der Vorrunde ließen die SVS-Kicker nichts anbrennen, sie gewannen alle vier Spiele. In der Zwischenrunde sorgten sie dann zusammen mit ihrem Co-Gastgeber für beste Unterhaltung. In einem packenden Spiel besiegte Spielertrainer Christian Lessmanns Team den TSV 1865 mit 6:4 – es war das beste und spannendste Spiel des Turniers.

Deshalb hatte Lessmann für seine Mannschaft schon vor dem Finale ein Lob parat: „Wir spielen gut, sind ganz abgeklärt.“ Und dass er als Trainer des Gastgebers diesmal mit dem SV Weichs ein anderes Team gewinnen lassen wollte, dachte Lessmann freilich überhaupt nicht: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“

Was sie dann auch taten. 3:2 schlugen die Sulzemooser die starken Weichser. An der Niederlage konnte auch der Weichser Spielertrainer Christian Retzer nichts ändern. Schlimmer noch: Retzer hatte sich als Torwart aufgestellt und kurz vor dem 0:2 den Ball vertändelt. Zufrieden mit seiner Leistung und der seiner Mannschaft konnte Retzer aber trotzdem sein. Immerhin ließen die Weichser die Großvereine Eintracht Karlsfeld und ASV Dachau hinter sich.

Karlsfeld konnte sich immerhin über Platz drei freuen. Im kleinen Finale besiegten die Spieler von Reiner Zott Vorjahressieger TSV 1865 Dachau knapp mit 3:2.

Platz fünf ging an den ASV Dachau. Die Männer um Spielertrainer Stefan Hofer hatten sich in der Vorrunde vornehm zurückgehalten. Mit zwei Punkten aus vier Spielen wurden die Dachauer nur Gruppenvierter, qualifizierten sich in der Zwischenrunde mit einem überzeugenden Sieg gegen Erdweg aber doch noch für das Spiel um Platz fünf.

Die Spiele um Platz sieben und neun hätten spannender nicht entschieden werden können: Beide Male musste der Sieger im Siebenmeterschießen ausgemacht werden. Im Spiel um Platz sieben hatten die Schwabhauser bessere Nerven als die Erdweger. Im Spiel um Platz neun trafen die Gündinger vom Punkt besser als die Spieler des TSV 1865 Dachau II. Damit erwies sich wenigstens die zweite Mannschaft des TSV 1865 als der perfekte Gastgeber: Das Team ließ allen anderen Mannschaften den Vortritt. (flg)

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