Ein Fleckerlteppich im Altowald: Dort werden jetzt noch 161 Hektar Windkraft-Fläche ausgewiesen. Repro: kra

Weniger Windkraft in Altomünster

Altomünster - In jeder Auslegungsrunde schrumpfen die Windkraft-Flächen in Altomünster und im Landkreis. Ob die Planungen Bestand haben werden, wird sich zeigen.

Zum letzten Mal beschäftigte sich der Marktgemeinderat Altomünster mit dem Teilflächennutzungsplan der Dachauer Windkraftallianz. Dessen zweite Version wurde nun von den Ortsvertretern behandelt und verabschiedet. Wobei man heute schon sagen kann: Auch ihre Nachfolger werden das Thema auf den Tisch bekommen - spätestens bei der dritten Runde der öffentlichen Beteiligung, die im Sommer über die Bühne gehen soll.

Aus den 14 betroffenen Kommunen gingen Dutzende von Einwendungen ein, zusammen bilden sie ein Konvolut von 65 Seiten. Dazu haben auch Behörden und Firmen Stellungnahmen abgegeben, die sich auf 100 Seiten addieren. Nur aus Altomünster kamen keine Kommentare. Das machte die Sache für die Gemeinderäte einfach. Obwohl es durchaus Diskussionsbedarf gegeben hätte.

Denn die Windkraft-Flächen schrumpfen erheblich: Von 319,8 auf 219,2 Hektar. Vor allem im Altowald: Aus dem ehedem fast zusammenhängenden Gebiet von 229 Hektar Größe ist nun ein Fleckerlteppich von sieben Teilflächen mit insgesamt 161 Hektar geworden.

Die Gründe dafür sind vielfältig. So durchschneiden drei Richtfunkstrecken das Areal von Nordost nach Südwest, eine wichtige Rolle spielt auch das geplante Wasserschutzgebiet der Alto-Gruppe sowie die Abstände zu den Siedlungen und Außenbereichsbebauungen.

Rund um Oberndorf bleibt ebenfalls kaum noch Platz für Windräder: Aus ehedem 32 Hektar sind inzwischen 13 Hektar geworden, aufgeteilt in drei Flächen: eine im Wäldchen nördlich von Übelmanna; eine zweite westlich der Kreisstraße DAH 2 in der Nähe zur Einmündung in die Staatsstraße 2047. Das dritte Areal liegt im Waldgebiet nordöstlich von Oberschröttenloh.

Einige Flächen wurden komplett gestrichen: zum Beispiel nördlich von Deutenhofen und im Süden der Gemeinde in der Nähe der Alten Römerstraße. Dagegen hatte, allerdings schon im Herbst, ein großer Grundbesitzer aus dem Erdweger Raum Einspruch eingelegt.

Unverändert blieb das Areal zwischen Thalhausen und Xyger mit 28 Hektar sowie die 17 Hektar zwischen Reichertshausen und Schmarnzell.

Im gesamten Planungsgebiet der Windkraft-Allianz reduzierten sich die Flächen von 1870 auf nurmehr 1403 Hektar. Ob die dann noch als substanzielle Planung gelten kann, wird sich zeigen.

Vor einigen Wochen ging der Altomünsterer Noch-Bürgermeister Konrad Wagner davon aus, dass der Teilflächennutzungsplan im Landkreis nach den Sommerferien Rechtskraft erlangen könnte (sofern es keine neuen politischen Rahmenbedingungen gibt). Doch angesichts der zu erwartenden Klagen gegen das Planungswerk erscheint dieser Zeitplan unwahrscheinlich. (kra)

Auch interessant

Kommentare