Bänderdehnung im Sprunggelenk: Dominik Betz steht Pipinsried nicht zur Verfügung. hab

FCP will dritte März-Etappe mit Sieg krönen

Pipinsried - Im Rennen um den Landesliga-Klassenerhalt wartet Pipinsried noch auf den ersten Sieg im Jahr 2009. Den dringend benötigten Dreier will der FCP am Samstag in Kempten einfahren.

Tagesordnung? Nein, zur Tagesordnung konnte er nach einem so kuriosen Spiel nicht einfach übergehen. Noch Tage nach dem spektakulären 3:3-Unentschieden gegen den SB/DJK Rosenheim mit zwei Pipinsrieder Treffern in der Nachspielzeit war Konrad Höß in Gedanken beim Rosenheim-Match. „Zwei Dutzend Zuschauer waren schon ins warme Vereinsheim gepilgert, als die beiden späten Tore für uns fielen“, erzählt der FCP-Manager. „Als wir denen dann vom 3:3 erzählten, glaubten die an einen verspäteten Faschingsscherz.“

Gar nicht zum Lachen zumute war dem Rosenheimer Schlussmann Simon Vockensperger. Höß: „Er sah bei allen drei Gegentreffer nicht gut aus.“ Der düpierte Keeper musste nach dem Schlusspfiff und einigen unfeinen Worten seiner bitter enttäuschten Teamkollegen von der Rosenheimer Kicker-Legende Sepp Heller getröstet werden. Auch der Rosenheimer Trainer Walter Werner war restlos bedient, er meinte zu Höß: „Eigentlich sollte ich meine Spieler zu Fuß zurück nach Rosenheim laufen lassen.“ Dass Werner wenig Schmeichelhaftes über den Gegner zu sagen hatte, empfand Höß nicht als Affront. „Er hat kein gutes Haar an unserer Mannschaft gelassen, deshalb kam ihm das Unentschieden auch vor wie eine gefühlte Niederlage.“

Der Pipinsrieder Präsident wollte beim Nachtarocken nicht so kritisch mit seinen Spielern umgehen. „Es ist halt eine junge und unerfahrene Truppe. Und wenn man so spät noch zwei Tore schießt und ein Remis rettet, dass stimmt zumindest die Moral.“

Doch als er dann den Blick nach vorne richtet, um auf den heutigen Gegner zu sprechen zu kommen, kommt Höß um einen weiteren Blick zurück nicht herum: „Das Hinspiel gegen Kempten war ähnlich kurios wie unser Heimspiel gegen Rosenheim. Dreimal wechselte damals die Führung, und am Ende haben wir das Match nach einem 2:3-Pausenrückstand noch mit 4:3 gewonnen.“

Dass der FC Kempten einer jener drei Klubs ist, der in der Tabelle noch schlechter platziert ist als der FC Pipinsried, verwundert Höß nicht: „Die haben nach der Winterpause schon drei Spiele absolviert, warten aber immer noch auf ihren ersten Punkt im Jahr 2009.“

Nach der 0:2-Heimpleite gegen Wolfratshausen vor zwei Wochen ging der Kemptener Coach Andreas Gote mit seinem Team hart ins Gericht: „Die in diesem Spiel gezeigte Leistung ist im Abstiegskampf einfach zu wenig. Zuhause muss man in unserer Situation einfach noch aggressiver spielen und den Gegner noch mehr unter Druck setzen.“ Darüber hinaus bemängelte Gote auch die Chancenauswertung seiner Mannschaft. „Die wenigen Möglichkeiten wurden kläglich vergeben“, so Gote. Gegen Pipinsried will man es nun besser machen, allerdings hat die 1:2-Pleite beim Abstiegskonkurrenten FC Memmingen II am vergangenen Wochenende weiter am Selbstvertrauen der Kemptener Kicker genagt.

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