FCP will VfB die Wies’n-Gaudi verderben

Pipinsried - Acht Spiele, sechs Punkte, 22 Gegentore – die Zwischenbilanz des FC Pipinsried nach dem ersten Saisonviertel fällt ernüchternd aus.

Der Monat August hat sich, wie erwartet, als wenig ertragreich erwiesen, von 21 möglichen Punkten hat der FCP nur vier geholt. Drei können am Samstag noch hinzu kommen, denn um 17 Uhr tritt die Dinulovic-Elf in Eichstätt an. Die Gefahr, dass von den vier Pluspunkten einer am Grünen Tisch verloren geht, ist allerdings gebannt. „Die hat auch nie bestanden, denn nur ein Hirnverbrannter hätte gegen die Wertung des 0:0 gegen Fürstenfeldbruck Protest eingelegt“, so FCP-Boss Konrad Höß grimmig. Zwar sei der Name von Zylfi Berisha tatsächlich nicht auf dem Spielberichtsbogen der FFB-Partie gestanden (wir berichteten, doch in der Landesliga sei dies, so Höß, im Gegensatz zur Bayernliga, überhaupt kein Problem: „Ich hatte den Spielerpass bei der Einwechslung in der Hosentasche, und das genügt. „Sollten die Brucker tatsächlich mit dem Gedanken gespielt haben, vors Sportgericht zu gehen, dann hätten sie sich bis auf die Knochen blamiert.“

Das Ergebnis des Heimspiels gegen den SC Fürstenfeldbruck habe ihm gefallen, doch noch mehr angetan war der Pipinsrieder Präsident vom Debüt des Neuzugangs Thomas Richter: „Da hat man mal wieder gesehen, wie wertvoll ein Spieler weit jenseits der 30-Jahre-Marke sein kann. Er hat genau das getan, was wir von ihm erwartet haben und 90 Minuten lang den Abräumer vor und in der Abwehr gespielt.“ Auffällig war vor allem die Kopfballstärke des 38-jährigen Ex-Bundesligaspielers. Höß staunt: „Er hat gegen so starke Stürmer wie Marco Toppmöller oder Christian Schmid mindestens 90 Prozent der Luftduelle gewonnen.“ Es sei kein Zufall gewesen, dass der FCP gegen Fürstenfeldbruck erstmals in der laufenden Saison ohne Gegentor geblieben sei, so Höß stolz: „Diese Verpflichtung hat sich jetzt schon rentiert.“

„Beim Volksfest sind wir unschlagbar!“ Nein, die Rede ist nicht von der Dachauer Wiesn, gemeint ist das traditionelle Eichstätter Volksfest, das noch bis Sonntag, 6. September, unter dem Motto: „Ein Fest zum Gernhaben“ die Bürger im Oberdonau-Kreis mit kulinarischen Schmankerln und allerlei Kurzweil beglückt – und das schon seit dem Jahr 1812.

Die Aussicht auf einen feucht-fröhlichen Wiesnabend nach einem Dreier hat die Kicker des VfB Eichstätt in den vergangenen Jahren zu mancher Höchstleistung beflügelt. Heuer könnte das allerdings anders sein, die Macher beim VfB fürchten einen Absturz des nach gutem Saisonstart in die Krise abgedrifteten Fußballteams. Auf der Homepage des Landesligisten werden bereits Durchhalteparolen publiziert: „Die Vorzeichen stehen denkbar ungünstig, aber die Hoffnung stirbt zuletzt...“

Zu Saisonbeginn schwebten die VfB-Kicker noch auf Wolke Sieben durch die Lande, Siege über die Titelkonkurrenten Pullach und Heimstetten hatten den Eichstättern den Respekt der Konkurrenten und die Zuneigung ihrer ohnehin schon verwöhnten Fans beschert. Doch danach geriet immer häufiger Sand ins Getriebe des VfB-Motors. Niederlagen in Fürstenfeldbruck, gegen Affing und zuletzt in Schwabmünchen haben aus dem Topfavoriten einen Mitläufer gemacht.

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