Jahrzehnte im Verein, v.l.: Adolf Neumeier, Werner Kayser, Bürgermeister Simon Landmann, Richard Kandler, Josef Lindermüller, Martin Steininger, TSV-Chef Helmut Umkehrer, Manfred Probst und Josef Reischl. Foto: ink

Zahl der Mitglieder im TSV Bergkirchen geht um drei Prozent zurück

Bergkirchen - Beim TSV Bergkirchen läuft alles rund. Einen Wermutstropfen aber gebe es, so Vereinschef Helmut Umkehrer: Bei der Mitgliederzahl ist gegenüber dem Vorjahr ein Minus von drei Prozent zu verzeichnen. Dennoch sind im TSV immer noch gut 1000 Mitglieder gemeldet.

Das Vereinsheim mit dem „Seewirt“ habe sich zu einer gefragten Gaststätte „hochgewirtschaftet“. Durch die Umgestaltung des Ufers sei unter Mitwirkung der Wirtin und der Gemeinde der Aufenthalt am See für die Gäste attraktiver geworden. Ein Gewinn in jeder Hinsicht, so Umkehrer, denn die Pachteinnahmen dienten zur Deckung von Verbindlichkeiten des Vereins.

An den Kosten für die Außenanlagen samt der Sanierung der Fußballfelder habe sich die Gemeinde Bergkirchen großzügig beteiligt, und freiwillige Helfer aus allen Abteilungen unterstützten bei anfallenden Arbeiten.

Weil dennoch die Personal- und Materialkosten gestiegen sind, ließ Umkehrer über die vorgeschlagene Beitragserhöhung von drei Euro pro Jahr abstimmen. Die Anwesenden akzeptierten den moderaten Anstieg ohne Diskussion.

Schatzmeister Josef Reischl verglich den Verein angesichts der Bilanzsumme von 750 491,21 Euro und einem Umsatz von 571 265 Euro mit einem mittelständigen Unternehmen. Kassenprüfer Vitalis Glas bescheinigte Josef Reischl hervorragende Arbeit und bestätigte, „finanziell auf gutem Weg zu sein“.

Vereinschef Umkehrer bedankte sich bei Bürgermeister Simon Landmann, der immer ein offenes Ohr für die Belange des Vereins habe. Landmann wiederum bedankte sich im Namen der Gemeinde für das große ehrenamtliche Engagement sowie die unbezahlbare Jugendarbeit des Vereins und sicherte weitere Unterstützung zu.

Der Bürgermeister sagte, das neu gestaltete Ufer des Badesees an der Maisachhalle solle eine Art Gegenpol zum ausgebauten Eisolzrieder See bilden. Das Problem sei beim Bergkirchner See das Aussehen des Wassers, nicht die Qualität, aber die verschmutzt wirkende Oberfläche. Bezüglich der Maisachhalle kündigte er zunächst den bevorstehenden Anschluss ans Fernwärmenetz an.

Nicht mehr tragbar seien die hohen Energiekosten. Obwohl die Gündinger Sporthalle die dreifache Größe der Maisachhalle hat, verursache sie weniger Heizkosten. Da eine energetische Lösung aus statischen Gründen entfalle, sei der Abriss der knapp 40 Jahre alten Halle geplant. Auf eine Diskussion darüber hatte sich zuvor Umkehrer schon nicht einlassen wollen, weil es zunächst um die Information gehe und der Abriss nicht vor 2016 anstehe. Zu klären sei bis dahin, wie der Sportbetrieb weitergehen werde und alle Sportler vorübergehend untergebracht würden.

Zusammen mit Bürgermeister Landmann und Schatzmeister Josef Reischl zeichnete Helmut Umkehr die folgenden Mitglieder für ihre 50- und 60-jährige Vereinstreue aus: Richard Kandler und Josef Lindermüller gehören seit einem halben Jahrhundert dem TSV Bergkirchen an. Werner Kayser, Adolf Neumeier, Manfred Probst und Martin Steininger blicken auf 60 Jahre Mitgliedschaft im TSV Bergkirchen zurück. (ink)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Wohnungsleerstand wandeln“: Kreisausschuss bewilligt Forschungsprojekt trotz „absurder“ Kosten
250 000 Euro kostet eine Doktorarbeit, die drei Jahre lang – in der Hauptsache mittels Interviews – ermitteln soll, wie leere Wohnungen im Landkreis Dachau zukünftig …
„Wohnungsleerstand wandeln“: Kreisausschuss bewilligt Forschungsprojekt trotz „absurder“ Kosten

Kommentare