Dort oben schaut’s nicht gut aus: Die Pfarrerin der Dachauer Gnadenkirche Ulrike Markert zeigt auf das marode Dach des Gemeindehauses. foto: habschied

Die Zeit ist reif für neue Ziegel

Dachau - Höchste Eisenbahn: „Einige Ziegel am Gemeindehaus sind einfach alt, beschädigt - oder die Glasur geht herunter“, erklärt die Pfarrerin der Dachauer Gnadenkirche Ulrike Markert.

Bisher fallen zwar keine Ziegel herunter, aber es sei nicht mehr so einfach, die Feuchtigkeit aus dem Inneren des Gemeindehauses wegzuhalten, so Pfarrerin Markert. „Und wenn einmal Feuchtigkeit ins Haus kommt, dann sieht es natürlich wieder ganz anders aus.“ Denn wenn das Dach des Gemeindehauses nicht bald saniert wird, könnte die Gebäudesubstanz darunter leiden.

Den Beschluss, das Gemeindehaus zu sanieren, hat das evangelisch-lutherische Dekanat München zwar schon gefasst - aber den Auftrag noch an keine Baufirma vergeben. Pfarrerin Ulrike Markert vermutet: „Im Laufe des Frühjahres oder erst im Sommer werden die Ziegel ausgetauscht.“ Gleichzeitig wird das Gemeindehaus dann innen neu gedämmt.

Bisher beeinträchtigen die maroden Ziegel das Kirchengemeindeleben zwar nicht. Aber das könnte sich ändern, wenn das Gemeindehaus erst einmal eingerüstet ist und die Sanierungsarbeiten starten. Aber Ulrike Markert ist zuversichtlich, denn für die Veranstaltungen stehen noch das Erdgeschoss und der erste Stock zur Verfügung.

Doch bis dahin muss das Dekanat erst einmal den Auftrag für die Sanierung vergeben: 110 000 Euro stehen insgesamt dafür an. Dabei wird ein Drittel der Kosten die evangelisch-lutherische Landeskirche und ein weiteres Drittel der Dekanatsbezirk München übernehmen. Für den Rest muss die Dachauer Kirchengemeinde selbst aufkommen: „Wir gehen von rund 35 000 Euro aus“, sagt Ulrike Markert. Jetzt bleibe nur abzuwarten, wann die Sanierungsarbeiten beginnen - damit die Ziegel nicht doch noch fliegen.

Anna Schwarz

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