Noch Scheibnerschule: Schon bald aber steht die Ziegler-Villa an der Ludwig-Dill-Straße leer. Foto: weg

In die Ziegler-Villa soll Kultur rein

Dachau - Die grundsätzliche Entscheidung ist wohl gefallen: Die Ziegler-Villa in der Ludwig-Dill-Straße soll kulturell genutzt werden. Das hat der Hauptausschuss des Stadtrats beschlossen.

Zunächst wird die Stadtverwaltung prüfen, wie und unter welchen Umständen das Gebäude an der Ludwig-Dill-Straße von der Künstlervereinigung Dachau (KVD) oder von einem Förderverein Musik genutzt werden könnte. Möglich ist auch eine gemeinsame Nutzung.

Zudem wird die Verwaltung untersuchen, was eine Grundsanierung des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes kosten würde, in dem noch die Wirtschaftsschule Scheibner untergebracht ist. Bei einem Besichtigungstermin im November hatte Stadtkämmerer Thomas Ernst von Kosten „im hohen sechsstelligen Bereich“ gesprochen. Angesichts solcher Summen möchte Volker C. Koch (SPD) einen Verkauf der Villa nicht gänzlich ausschließen. Das Geld könne an anderer Stelle eingesetzt werden. Kulturreferent Dr. Dominik Härtl (CSU) will den Verkauf hingegen nicht. Er schlug die kulturelle Nutzung vor.

Vom Tisch sind andere Alternativen. Die ÜB-Fraktion etwa fand in der Sitzung am Mittwoch mit ihrem Prüfantrag, ob die Villa als Standort für das Jugendzentrum Süd geeignet sei, keinerlei Unterstützung. Auch die Volkshochschule wird nicht einziehen in das 500 Quadratmeter große Haus. Hier scheint dem Stadtrat die ehemalige Koschadeklinik in der Altstadt als Standort geeigneter. OB Peter Bürgel sagte, das er in der Sache schon einen Gesprächstermin mit der Leitung der Amperkliniken habe. (mm)

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