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Zwei Varianten für einen Anrufsammelbus

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Vierkirchen - Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr strebt Vierkirchen in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden an.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte der stellvertretende Bürgermeister Harald Dirlenbach (SPD) über die verschiedenen Varianten zusätzlicher Busrouten.

Das Vorhaben sei ein „Toppunkt“ des landkreisweiten Projekts „Metropole-Dorf“, erklärte Dirlenbach. Mit zusätzlichen Busrouten soll die Anbindung an die S2 verbessert werden. Für das Projekt arbeiten die Gemeinden Vierkirchen, Weichs, Petershausen und Hilgertshausen-Tandern zusammen. Grundlage für die Routenauswahl waren Umfragen des MVV vor etwa zwei Jahren. Zwei Varianten für einen Anrufsammelbus, die der MVV vorlegte, stellte Dirlenbach dazu vor. Im 120-Minuten-Takt könnten drei Teilstrecken angefahren werden: 1. Vierkirchen - Petershausen mit einer Route östlich der Bahnstrecke über Giebing, Milbertshofen, Mitterwiedenhof, Weißling, Am Wendelstein, Mühldorf, Göppertshausen und Obermarbach. 2. Petershausen - Hilgertshausen-Tandern - Weichs - Petershausen. 3. Petershausen - Weichs - Vierkirchen mit Haltestellen in Ziegelberg, Sollern, Asbach, Ebersbach und Aufhausen.

Das Angebot sei übersichtlich und verfüge über gute Anschlüsse zur S-Bahn, sagte Dirlenbach.

Bei der zweiten Variante mit ebenfalls drei Teilstrecken wäre kein einheitlicher Takt möglich. Wie bei Variante eins werden zu den bestehenden Linien zusätzlich vormittags und bis in den späten Abend vier neue Fahrzeiten angeboten. Die Anschlüsse orientieren sich auch an dem S-Bahnfahrplan und bieten direkte Fahrtmöglichkeiten zu den Bahnhöfen: 1. Rundkurs zu den Petershausener Ortsteilen, 2. Petershausen - Hilgertshausen- Tandern - Petershausen, 3. Petershausen - Weichs - Vierkirchen - Giebing und zurück mit weiteren Haltestellen.

Für das Sammeltaxi werde voraussichtlich ein Bus mit mindestens acht Sitzen eingesetzt, berichtete der stellvertretende Bürgermeister weiter. Der Bus fahre jedoch nur nach telefonischer Anmeldung, die etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde vor Abfahrt erfolgen muss. Die Kosten lägen bei 100 000 bis 120 000 Euro pro Jahr, wobei die Regierung von Oberbayern ab 2015 das Projekt über einen Fördertopf mit 65 Prozent bezuschusse.

Pro Gemeinde fielen dann etwa 15 000 bis 20 000 Euro jährlich an. Wenn mehr Gemeinden mitmachten, falle der Beitrag niedriger aus. Da zum Beispiel Jetzendorf auf der Route läge, werde die Gemeinde noch zur Kooperation befragt. Zunächst werde ein Testlauf mit zwei bis drei Jahren anvisiert, so Dirlenbach. Wegen der hohen Kosten meldeten einige Gemeinderäte wie Josef Leichtmann und Martin Seitz (beide SPD) Bedenken an dem entsprechenden Nutzen an. Franz Kreutner (CSU) plädierte für einen kürzeren Testlauf mit nur sechs Monaten, um zu sehen, ob das Angebot überhaupt angenommen wird. Über das weitere Vorgehen werden sich die Vertreter der beteiligten Kommunen im Januar absprechen. Und auch der Gemeinderat wird noch abschließend über die Varianten abstimmen.

(ch)

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