Geradezu liebevoll umarmen die Burghauser Florian Kammergruber (l.) & Co. den Indersdorfer Goalgetter Yoz Diaz. hab

Zwölfter Sieg im zwölften Saisonspiel

Indersdorf - Der Vorsprung wächst, die Vorsicht bleibt. Auch nach dem 25:17-Erfolg über den SV Wacker Burghausen verzichtet man beim TSV Indersdorf auf große Sprüche.

Obwohl sein Team im zwölften Spiel den zwölften Sieg eingefahren hat, hielt sich der Indersdorfer Handballtrainer Jürgen Vogl nach dem 25:17 (13:10)-Erfolg über Burghausen verbal zurück: „Wir sind gebrannte Kinder, abgerechnet wir erst am Schluss.“

Dass man mittlerweile, nach Minuspunkten gerechnet, bereits acht Punkte Vorsprung auf die „Verfolger“ MTV Ingolstadt, SpVgg Altenerding und SG Moosburg aufweise, spiele, so Vogl, keine Rolle, denn: „Im Handball zählt bei Punktgleichheit der direkte Vergleich, und da könnte es, sollten wir von den ausstehenden zehn Spielen tatsächlich noch vier verlieren, unter Umständen noch einmal eng werden.“

Doch wer die Indersdorfer im Verlauf der Saison 2009/2010 schon einmal hat spielen sehen, der wird dieses von Vogl heraufgeschworene Schreckensszenario umgehend in die Kategorie Science fiction ablegen. Denn gegen den SV Wacker Burghausen, vor dem Spieltag immerhin auf Rang drei platziert, genügte dem Tabellenführer aus der Marktgemeinde eine eher durchwachsene Leistung, um einen Sieg mit acht Toren Unterschied einzufahren.

„Dass es am Ende doch eine klare Sache war, haben wir der Steigerung nach der Pause zu verdanken“, bestätigt der Indersdorfer Coach: „Da haben wir phasenweise sehr druckvoll agiert und den Burghauser Keeper warm geschossen.“

Zu Beginn der Partie lief es allerdings nicht so gut wie gewohnt beim Seriensieger der Bezirksoberliga, was Trainer Jürgen Vogl dann auch gar nicht witzig fand: „Im Angriff war das Alibi-Handball. Wir gingen zwar drauf, aber halt nur ein bissl, keiner wollte auch nur einen Schritt zu viel laufen.“

Neuerliche Zweifel am zwölften Saisonsieg des TSV kamen Mitte des zweiten Durchgangs auf, als man den Gegner nach einen verworfenen Siebenmeter-Strafwurf von 12:17 auf 15:17 heran kommen ließ. Auch wenig später wurde es noch einmal eng, denn beim Stand von 18:16 für Indersdorf verwarf Goalgetter Yoz Diaz gleich zwei Siebenmeter in Folge.

„Dass man vom Punkt mal nicht so gut trifft wie gewohnt, das habe ich in meiner aktiven Zeit auch mehr als einmal durchgemacht“, zeigte Vogl Verständnis für die kurzfristige Ladehemmung seines Chef-Kanoniers, der aus dem Spiel heraus aber treffsicher wie gewohnt agierte. Nach seinen acht Treffern gegen Burghausen führt Yoz Diaz die Torjägerparade der Bezirksoberliga mit 119 Treffern souverän an.

Gefreut hat sich der Indersdorfer Trainer Jürgen Vogl über die Schützenhilfe durch den ASV Dachau, der am Samstag den Tabellenzweiten MTV Ingolstadt mit 26:22 vom Parkett gefegt hat: „Kompliment an den Stadtwald, über dieses Ergebnis haben wir uns natürlich sehr gefreut. Als unser Spiel begann, wussten wir nur vom Halbzeitstand in Dachau (12:7 für Ingolstadt/Anmerkung der Redaktion), deshalb glaubten wir zunächst an einen Übermittlungsfehler, als uns der Endstand zugerufen wurde.“ (ge)

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