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Zur Geduldsprobe kann das Einfahren auf den Parkplatz am Langwieder See für Autofahrer werden.

Langwieder See an der A 8

Gutes Wetter, gefährliche Situationen

Sommer, Sonne, See: Am Langwieder See lässt sich diese Kombination nicht immer so einfach herstellen. Denn sobald Badewetter herrscht, wollen viele dorthin. Die Folge: Die Parkplätze sind besetzt, die Autobahnausfahrt der A 8 muss gesperrt werden – und es kommt zu vielen gefährlichen Situationen.

Etwa ein halbes Dutzend Mal musste die Autobahnausfahrt Langwied an der A 8 wegen des Rückstaus an der Parkplatzeinfahrt am Langwieder See heuer bereits gesperrt werden, schätzt der Geschäftsführer des zuständigen Parkplatz- und Bewachungsdienstes A.S.S. All Sun Serve GmbH. In einer Pressemitteilung des bayerischen Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet wird in diesem Zusammenhang der Vorwurf angesprochen, dass sich der Rückstau auch aufgrund der langsamen Abwicklung des Ticketverkaufs vor dem Parkplatz bilde. 

Das liege nicht an der Abwicklung am Einlass, sondern an der Größe des Parkplatzes, erwidert der Geschäftsführer, der namentlich nicht genannt werden will. „Das geht den ganzen Tag über flott. Und an heißen Tagen am Wochenende haben wir immer zwei Mitarbeiter zum Kassieren.“ An warmen Wochenenden sei der 1800 Autos fassende Parkplatz teilweise schon gegen 10 Uhr besetzt. Dann verständige er kurz vor der Vollbelegung die Polizei, die dann die Ausfahrt aus Fahrtrichtung München mit Pollern sperre. Zudem weist eine LED-Tafel bereits am Autobahnbeginn auf die Situation hin. Die Autobahnausfahrt aus Richtung Stuttgart kommend wird nicht gesperrt, es kann aber nicht in Richtung See abgebogen werden. Nach Angaben von Thomas Totzauer, Leiter der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck, seien diese Sperren maximal zehnmal pro Jahr notwendig. 

Für die Autos, die noch vor dem See in der Schlange stehen, heißt es dann: warten – bis ein Fahrzeug wieder rausfährt. Und für die Autofahrer auf der A 8 heißt es: Vorsicht! Denn dort kommt es aufgrund der gesperrten Ausfahrt immer wieder zu gefährlsichen Situationen. „Manche Leute fahren einfach zwischen den Pollern durch, andere bremsen auf der Hauptspur massiv ab, um doch noch irgendwie raus zu kommen. Es gibt sogar welche, die auf der Autobahn rückwärts fahren, um die Ausfahrt noch benutzen zu können“, weiß der Geschäftsführer.

 Das weiß auch Polizist Totzauer. „Das Problem ist, dass viele einfach auf der rechten Fahrbahnseite bei der Ausfahrt stehen bleiben. Dadurch kommt es zu den gefährlichen Situationen.“ 

Aber wie diese vermeiden? „Die Parkplätze wurden für dieses große Erholungsgebiet einfach zu klein gebaut“, meint der Geschäftsführer. Er verweist deswegen auf einen Parkplatz am anderen Ufer im Bereich der Goteboldstraße. „Das ist fußläufig kein großer Unterschied. Und hier halten die Parkplätze in der Regel drei bis vier Stunden länger.“ Dennoch gibt es für den Geschäftsführer nur eine Lösung, um die Situation am Langwieder See an heißen Tagen zu entspannen: „Die Stadt München müsste größere Parkplätze bauen.“ 

Doch das dürfte schwierig werden. Denn das Gelände steht großteils unter Landschaftsschutz. Die Stadt München kennt das Verkehrsproblem. „Wenn sich der Sommer auf wenige Tage konzentriert, wird es auf den Zufahrtsstraßen am Langwieder See besonders voll“, sagt Thorsten Vogel vom Referat für Stadtpanung und Bauordnung. „Saisonbedingte Engpässe“ ließen sich leider nicht vermeiden. Ein Ausbau des Parkplatzes und der Zufahrtsstraßen wegen weniger Spitzentage im Jahr sei nicht sinnvoll. „Das würde zudem den Erholungswert konterkarieren“, so Pressesprecher Vogel. 

Denn ein Ausbau würde noch mehr Verkehr anziehen, was nicht dem Sinn eines Erholungsgebietes entspreche. „Das ist eine Sache der Verträglichkeit.“ Deswegen gibt es wohl an heißen Tagen nur die Lösung vom Auto umzusteigen, entweder aufs Radl oder in den Badebus, der direkt bis an den Langwieder See fährt – oder natürlich einfach zu Hause zu bleiben.

Conny Kirmaier

Der Badebus:

Der Badebus zum Langwieder See fährt nur an Badetagen vom S-Bahnhof Lochhausen (S 3, Busse 162 und 830) direkt ins Erholungsgelände. Er verkehrt von etwa 11 bis 19.30 Uhr den ganzen Tag über alle 20 Minuten. Kinder bis sechs Jahre sind frei, Kinder von sechs bis 14 Jahren zahlen einfach 50 Cent, Erwachsene1,50 Euro. Weitere Infos unter badebus.com.

sue

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