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Beam me up, Lucky Luke: Lukas Bründel (r.) und Stefan Krummschmidt werden Beamer und Fernseher installieren.

Lauterbacher Burschen bauen einen modernen Faschingswagen

Der Faschingswagen der Zukunft hat Beamer und Fernseher

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Die Lauterbacher Burschen und Mädels läuten eine neue Epoche der Faschingswagen ein. Sie werden auf ihrem Gefährt zwei Beamer und einen Fernseher anbringen. Wie das gehen soll? Ein Besuch.

Lauterbach– Ein Faschingswagen der Zukunft: Beamer strahlen Indianerfiguren auf weiße Leinwände, Bemalungen gibt es nicht. Mehrere Flachbildfernseher hängen an der Außenfassade und zeigen Szenen aus Winnetou-Filmen, via Livekamera wird das Video vom Umzug direkt ins Internet übertragen. Alles Zukunftsmusik? Von wegen. Die Lauterbacher Burschen und Mädels zeigen, dass sich beim Bau der Faschingswagen etwas tut.

Noch malt sie Schilder: Verena Zech kann sich vorstellen, dass sie bald nicht mehr für die Fassade werkeln muss.

Verena Zech (20) aus Odelzhausen kniet am Boden und bemalt ein braunes Schild mit der gelben Aufschrift „Saloon“. Das Faschingsthema der Lauterbacher ist heuer „Lucky Luke“. Noch pinselt die Lehramtsstudentin selbst in der eiskalten Halle am Rande von Palsweis. „Aber vielleicht werden in Zukunft die Figuren einfach an den Wagen gestrahlt, und wir malen überhaupt nicht mehr“, sagt sie. Derweil schauen Lukas Bründel (20) und Stefan Krummschmidt (22) vom zweiten Stock des Wagens aus einem rechteckigen Fenster. Die Fassade des Wagens ist mit Holzlatten verkleidet, an zwei gegenüberliegenden Stellen ist ein Teil herausgeschnitten. Die Fenster in rund drei Metern Höhe sind etwa so groß wie ein mittelgroßer Fernseher.

Bei den Faschingsumzügen in wenigen Tagen werden die beiden Burschenvorstände nicht mehr durchschauen können: Die Fenster werden mit einer Leinwand verkleidet und zwei Beamer werden Bilder darauf strahlen. „Wir werden dort Lucky-Luke-Filme oder Musikvideos zeigen“, sagt Krummschmidt.

Doch bei Faschingsumzügen geht es heiter zu: Narren hüpfen auf dem Holzboden und wackeln auf dem Wagen von rechts nach links, oft mit einem Bier in der Hand. Gibt es keine Bedenken, dass die Beamer kaputtgehen?

Die Beamer werden mit Spanngurten befestigt und der vordere Bereich des Wagens im zweiten Obergeschoss mit einer Holzwand von den Faschingsfans abgetrennt, so Krummschmidt. Weil es dadurch dunkler ist, kommen die Bilder vom Beamer besser zur Geltung. „Wir haben ausgemacht, dass heuer nicht gehüpft oder gewackelt wird“, sagt Krummschmidt. Zudem fährt der Wagen beim Umzug nur in Schrittgeschwindigkeit.

Die Beamer sind nicht das einzige Highlight der Lauterbacher: Am Wagenende wird an der Außenfront ein Flachbildfernseher montiert, mit einem Durchmesser von 1,40 Metern. Auch dort sollen Lucky-Luke-Filme und Musikvideos laufen. „Das ist vor allem für uns, weil wir ja hinter dem Wagen herlaufen“, sagt Bründel.

„Ich hätte Angst, dass der Fernseher herunterfällt oder kaputtgeht, wenn es regnet“, sagt Verena Zech. Auch Lukas Bründel und Stefan Krummschmidt sind ein wenig skeptisch, aber das mit den Beamern und dem großen Fernseher war nicht ihre Idee: Dahinter steckt ihr Freund Robert Liepolt. Er beschäftigt sich gern mit der neusten Technik und stellt auch den Fernseher zur Verfügung. Die Beamer gehören dem Burschenverein.

Bevor der Bildschirm aber montiert wird, müssen die Burschen erst die Lautsprecher befestigen. Dazwischen hängt der Fernseher. Schon ein bisschen wagemutig. Warum sich die Lauterbacher Burschen trotzdem dafür entschieden haben? „Es ist alles nur ein Gag, weil das bisher noch keiner gemacht hat“, sagt Bründel. Außerdem vergleiche man sich auch immer mehr mit den anderen Faschingswagen. Dabei geht es auch um die Frage: Wer hat einen besonders schönen Wagen?

Mal schauen, ob die Lauterbacher Westernfans mit ihren Beamern und dem Flachbildfernseher an den Umzügen in Vierkirchen, Indersdorf und Olching auch gut ankommen.

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