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Ein leidenschaftlicher Musikus

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Simon Wackerl
starb mit 78 Jahren.  Foto: kn
Simon Wackerl starb mit 78 Jahren.  Foto: kn

Stumpfenbach - Simon Wackerl aus Stumpfenbach starb völlig unerwartet im Alter von 78 Jahren - vielseitiger Könner.

Im Alter von 78 Jahren ist am Montagmorgen völlig überraschend Simon Wackerl aus Stumpfenbach gestorben. Die Gemeinde Altomünster trauert um den beliebten Sänger und Musikanten. Er hinterlässt seine Frau Christa, drei Kinder und sieben Enkel.

Am Donnerstag findet um 10 Uhr das Requiem mit anschließender Beerdigung in der Altomünsterer Pfarrkirche statt. Ein Rosenkranz wird am Mittwoch dort um 19 Uhr gebetet.

„Musik war sein Leben“, sagt sein Sohn Markus. Und die Musik war es auch, die ihn auf vielfältige Weise unter die Menschen brachte. Für ihn war es immer eine Freude, vor allem mit seiner Quetschn Musik zu machen, aber auch mit der Klarinette und dem Saxophon. Zart und fein spielte er auf der Klarinette, doch wenn er zur S- Klarinette griff, dann war Marschmusik angesagt.

Unzählige Male hat er wohl aufgespielt, zunächst bei der Kolpingskapelle und später bei der „Kapelle Ostermeir“, bei der schneidig zum Tanz aufgespielt wurde. Er gehörte zu den Gründungsvätern des Musikvereins Altomünster, war aber später mehr den Pipinsrieder Musikanten zugetan und über zehn Jahre lang sogar ihr Dirigent.

Gerade die böhmische Blasmusik lag ihm sehr, aber auch die geistliche Musik. Noch im vergangenen Jahr saß er mit den Pipinsrieder Musikanten auf der Bühne, doch dann musste er leider aufhören, weil ihn eine Krankheit in den Rollstuhl zwang.

Auch das Singen war ihm wichtig - sein kräftiger Bass war im Chor gefragt. Über Jahrzehnte gehörte er zu den Sangesbrüdern beim Gesangverein Frohsinn, und er war einer der wenigen Männer, die im Kirchenchor mitwirkten, und das ebenfalls über Jahrzehnte.

Beruflich war Simon Wackerl zunächst als Wirtssohn von Stumpfenbach eingespannt, übernahm aber später nur die elterliche Landwirtschaft und hörte mit der Wirtschaft auf. Später gründete er das Sportgeschäft Wackerl, das sich bald im ganzen Landkreis großer Beliebtheit erfreute. Weil niemand in der Familie das Geschäft weiterführen wollte, gab er es mit Erreichen der Altersgrenze auf. Dies war auch ein Zeitpunkt, wo er aus der Feuerwehr Altomünster ausscheiden musste, für die er sich seit seiner Jugend einsetzte.

Dafür ging er jetzt leidenschaftlich gern dem Stockschießen nach, beim Stumpfenbacher Sportverein war er Mitglied.

Sein Lachen, seine freundliche, humorvolle Art, aber auch seine Strenge, wenn es um die Musik ging, die wird wohl nicht nur in seiner Familie fehlen. Auch im Seniorenclub, an dem er noch vergangene Woche teilnahm, wird ein Platz leer bleiben. (gh)

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