Mit einer Rumpftruppe tritt der TSV Indersdorf am morgigen Samstag beim Tabellenletzten VfL Günzburg an. Foto: hab

Liste der Indersdorfer Ausfälle ist ellenlang

Indersdorf - Die Handballer des TSV Indersdorf greifen in der Landesliga Süd nach der 14-tägigen Zwangspause wieder ins Geschehen ein.

Am Samstag, 18 Uhr, muss der TSV beim Tabellenletzten VfL Günzburg (Sporthalle an der Rebaystraße) ran. Man muss kein Prophet sein, um auch dieses Match als richtungsweisend für die Glonntaler zu bezeichnen. Das Team von TSV-Trainer Jürgen Vogl steht mit 11:17-Punkten nach 15 Spieltagen immer noch auf einem Abstiegsplatz. Nun hat die Mannschaft ihr letztes Punktspiel beim SC Kissing ja mit 28:27 überraschend gewinnen können. Das sollte das Selbstvertrauen der Spieler eigentlich gestärkt haben. Doch die vergangenen Begegnungen der Glonntaler haben gezeigt, dass man nie so recht weiß, mit welchem Gesicht sich die Mannschaft präsentieren wird.

Bisher brachten die TSV-Akteure eine konstante Leistungen über einen längeren Zeitraum nie zustande. Auch wenn der Gastgeber mit 2:28 Punkten weit abgeschlagen am Tabellenende steht, sollten die Jungs von Vogl nicht in den Fehler verfallen, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Da könnte der Schuss schnell nach hinten gehen.

Der VfL vergeigte sein letzte Punktspiel beim TSV München-Ost mit 28:32. Kurz darauf war auf der Internetseite der Günzburger zu lesen, dass die Mannschaft damit die letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielt habe. Sollten die Indersdorfer Spieler dies gelesen haben, sind sie allerdings gut beraten, die Bankrotterklärung der VfL-Verantwortlichen schnell aus den Köpfen zu verbannen. Vielmehr sollten sie sich das Vorspiel noch einmal in Erinnerung rufen. Beim knappen 30:28-Erfolg bereitete der VfL den Glonntalern damals arge Probleme.

Vogl wollte sich in der mit seiner Mannschaft intensiv auf dieses wichtige Match vorbereiten, doch daraus wurde nichts. „Die Vorbereitung war eine einzige Katastrophe“, so der Coach. Die Verletztenliste ist ellenlang, hinter dem Einsatz von Yos Diaz, Christian Eichmann, Matthias Stephan, Richi Baumbach, Benni Thätter und Joschka Reichert steht ein dickes Fragezeichen. „So gesehen stellt sich die Mannschaft in Günzburg von selbst auf“, meint Vogl hörbar frustriert. Doch jammern helfe in dieser Lage nicht. „Im Team steckt noch genügend Qualität, um in Günzburg punkten zu können“, macht sich Vogl Mut. Er weiß aber auch, will man die Liga halten, dass man beim VfL nicht verlieren darf. (han)

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