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An der Ludwig-Thoma-Mittelschule hat Rassismus keine Chance mehr

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Dachau - Der Ludwig-Thoma-Schule wurde der Titel "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" verliehen.

Aufgrund ihres hohen Engagements gegen Diskriminierung und Rassismus im Schulalltag bekam die Ludwig-Thoma-Mittelschule den Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ verliehen. Die Übergabe der Auszeichnung fand im Beisein vieler Ehrengäste im Ludwig-Thoma-Haus statt.

Durch den Abend leitete die Direktorin der Ludwig-Thoma-Schule Anja Ruhle, die stolz auf den Verdienst ihrer Schüler war. Auch OB Peter Bürgel (CSU) lobte alle Angehörigen der Thoma-Schule. „Ihr habt mit dieser Auszeichnung ein Zeichen gesetzt und übernehmt Verantwortung für das Klima in eurer Schule. Haltet die Augen weiterhin offen und gebt Rassismus keine Chance.“ Integrationsreferent Horst Ullmann zollte den Schülern Anerkennung: „Eure Toleranz ist ein Beispiel für alle Bürger“, sagte er.

Für Unterhaltung im Programmablauf sorgten die Fünft-, Sechst- und Neuntklässler der Ludwig-Thoma-Schule mit zwei Theaterstücken unter der Leitung von Veronica Kreidl. Sie demonstrierten auf spielerische Weise, wie Diskriminierung im Alltag stattfindet und wie man sich als Opfer dagegen zur Wehr setzen kann.

Außerdem hielten die beiden Schülersprecher Lisa-Marie Süß und Hamza Celebi eine Rede, in der sie sowohl auf deutsch als auch auf türkisch bekräftigten, dass an ihrer Schule Rassismus kein Thema mehr sein soll. Sie betonten, dass im Laufe des Projekts die Hilfsbereitschaft an ihrer Schule noch einmal spürbar gestiegen sei.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Rede der Projektpaten Heidrun Gärtner und Herbert Ulrich, beide Schauspieler in der Heimatserie „Dahoam is Dahoam“. Heidrun Gärtner erzählte von persönlichen Erfahrungen mit Diskriminierung an der Schule ihres Sohnes. „Es wäre toll, wenn sich Kinder nicht mehr stark fühlen, weil sie Minderheiten erniedrigen, sondern weil ihnen ihr eigener Wert unabhängig von anderen aufgezeigt wird“, sagte die Schauspielerin. Herbert Ulrich versprach: „Wir werden die Schüler unterstützen und als Paten hinter ihnen stehen, so gut wir können.“

Das Projekt „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ existiert seit 1988 und verleiht seine Auszeichnung bundesweit an engagierte Lehrstätten. Als Voraussetzung für die Auszeichnung müssen sich im Vorfeld 70 Prozent der Angehörigen einer Schule mit ihrer Unterschrift dazu verpflichten, aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen und regelmäßig Projekte zum Thema Toleranz zu veranstalten. Die Direktorin der Ludwig-Thoma-Mittelschule Anja Ruhle betonte ebenfalls: „Es darf sich jetzt nicht auf der Auszeichnung ausgeruht werden. Wir müssen auch in Zukunft Projekte veranstalten, damit Rassismus und Diskriminierung im Schulalltag keine Chance haben.“

pz

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