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Lünen werden immense Verluste prophezeit

Dachau - Der ursprüngliche Gedanke hinter der Investition in das Lünen-Kraftwerk war einmal: die Unabhängigkeit. Doch mittlerweile scheint es mit der Unabhängigkeit nach hinten loszugehen.

Denn die Meldungen vom Kohlekraftwerk Lünen werden immer deprimierender: Nun schreibt die Internetseite Der Westen der WAZ-Mediengruppe, dass der Verlust des Kraftwerks in den nächsten Jahren etwa 140 Millionen Euro betragen wird - pro Jahr.

Vor einigen Jahren hatten sich die Stadtwerke Dachau dazu entschieden, sich von den großen Energieriesen abzunabeln. Deshalb hat sich der Eigenbetrieb der Stadt mit 780 000 Euro am Kohlekraftwerk in Lünen in Westfalen beteiligt. Kurz darauf entschieden sich Dachauer in einem Bürgerentscheid zwar dafür, die Beteiligungen zu verkaufen - doch da war es schon zu spät. Denn es ist so gut wie unmöglich, die Anteile wieder loszuwerden - der Zeitpunkt sei „nicht optimal“, erklärte Werkleiter Robert Haimerl vor einem Jahr.

Und er wird offenbar immer suboptimaler. Nachdem das Kraftwerk Probleme mit der Genehmigung hatte (wir berichteten), soll zwar im Sommer die kommerzielle Inbetriebnahme laut Betreiber Trianel stattfinden. Doch schon jetzt betonen Experten, dass sich das Kraftwerk nicht lohnen wird: Der dort produzierte Strom wird 6,5 Cent pro Kilowattstunde kosten, gehandelt wird er aber an der Börse für 4 Cent, schreibt Der Westen. Dadurch kommt der geschätzte Jahresverlust von 140 Millionen Euro zustande.

Immerhin haben die Stadtwerke gute Neuigkeiten in einem anderen Bereich: Die Abwassergebühren werden von 1,81 Euro pro Kubikmeter auf 1,62 Euro gesenkt. Das hat der Werkausschuss gestern beschlossen.

(np)

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