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Heuer kommen keine Gläubigen zur Maiandacht zur Feldkapelle bei Wagenried.

Pflichttermin für Marienverehrer

Keine Maiandacht in Wagenried: Rund 200 Gläubige sind einfach zu viel

Die Maiandacht in Wagenried fällt dieses Jahr wegen Corona aus. Der Familie Krimmer, die die Maiandacht samt Bittgang organisiert, fiel die Absage schwer. 

  • Heuer fällt die Maiandacht in Wagenried aus.
  • Die Corona-Krise ist Schuld daran.
  • Die Absage fiel der Familie Krimmer, die die Maiandacht organisiert, schwer. 

Wagenried – Die jährliche Maiandacht zu Christi Himmelfahrt an der Feldkapelle bei Wagenried ist ein Pflichttermin für viele Marienverehrer aus dem Landkreis und darüber hinaus. Doch heuer fällt diese gern besuchte Andacht an diesem Kleinod wegen der Corona-Pandemie aus.

Seit 1985 hat die Maiandacht nur ein einziges Mal wegen eines Todesfalls nicht stattgefunden. So fiel es Familie Krimmer, die Jahr für Jahr die Maiandacht und den Bittgang dorthin organisiert, schon sehr schwer, diesen religiösen Treff abzusagen. Bis zu 50 Personen hätten nach den derzeit geltenden Vorschriften teilnehmen dürfen, doch weil man erfahrungsgemäß weiß, dass hier bei schönem Wetter schon über 200 Besucher kamen, gibt es zur Absage keine Alternative.

Keine Maiandacht in Wagenried: Hoffnung liegt auf 2021

Freilich bedauert dies der im Pfarrverband Indersdorf tätige Diakon Raimund Richter, der in den vergangenen Jahren gerne im großen Kreis mit den Gläubigen Maiandacht an der Kapelle feierte. Fehlen durfte nie die musikalische Umrahmung mit Marienliedern von der Eisenhofener Stubenmusi, und nach der Marienverehrung gab es stets ein Dorffest. Das Dorffest sei heuer aber ohnehin nicht das Thema gewesen. Natürlich hoffen alle, dass wenigstens ab 2021 wieder wie üblich Maiandachten gefeiert werden dürfen.

Quellwasser bei der Feldkapelle gilt als heilend

Wer die Feldkapelle kennt, weiß, dass unterhalb einer großen Marienfigur Quellwasser fließt, dem heilende Kraft zugesprochen wird. Manche holen sich sogar kanisterweise das Quellwasser nach Hause. Ursprünglich nannte man die Kapelle am Waldrand Pfeilkapelle. Sie beherbergte eine holzgeschnitzte Christusfigur, die von einem Pfeil durchbohrt war. Aus der dadurch verursachten Wunde floss Wasser, das von der unmittelbar neben der Kapelle befindlichen Quelle dorthin geleitet wurde. Zur Lourdeskapelle mit Grotte wurde Wagenried um 1890. 1978 wurde die sich im Besitz der Landwirtsfamilie Krimmer befindliche Kapelle im Grottenbereich umgebaut, und 2011 stand wieder eine Renovierung an.  

ost

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