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Jahrzehntelange Treue zum TSV: Die Geehrten – unter anderem Sepp Reischl (2.v.l.) und Rudolf Weigl (7.v.l) – mit TSV-Chef Helmut Umkehrer (8.v.l.) und Bürgermeister Simon Landmann (2.v.r.).

TSV bekommt Neubau

Maisachhalle wird abgerissen

Bergkirchen - Sie kann und soll nicht mehr saniert werden, weil sie inzwischen ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat: die Maisachhalle in Bergkirchen. Stattdessen wird sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Im nächsten Jahr wird der TSV Bergkirchen 90 Jahre alt. Die Planung für das Jubiläumsfest Ende April 2017 laufen, wie Vorsitzender Helmut Umkehrer ankündigte. Aber es kommt mehr auf den Sportverein zu: Jetzt steht nämlich offiziell fest, dass die Maisachhalle abgerissen und nicht saniert wird.

Bürgermeister Simon Landmann betonte anlässlich der Hauptversammlung des Sportvereins, dass die Entscheidung nicht einfach gewesen sei. Er wisse, „dass viele Mitglieder mit Herzblut an der Halle hängen“. Sie sei 50 Jahre alt. Daher komme eine Sanierung nicht in Betracht - schon aus energetischen Gründen nicht. „Nach den Gegebenheiten eines Sportbetriebs“ soll vielmehr ein Neubau errichtet werden. Er bittet zu gegebener Zeit wegen der Akzeptanz um Vorschläge.

„Die Finanzierung bekommen wir hin“, so Landmann. Wegen der Inanspruchnahme von Zuschüssen werde der Sportverein künftig der Eigentümer sein.

TSV-Vorsitzender Helmut Umkehrer kündigte an, einen Bauausschuss zu gründen. Er werde eine außerordentliche Sitzung einberufen, sobald mehr bekannt sei. Der Baubeginn sei für 2018 geplant. Umkehrer bedankte sich bei der Gemeinde für die jährliche großzügige finanzielle Unterstützung bei den Sportanlagen, die sich dank der Arbeit des Platzwarts stets in einem Topzustand befinden.

Neu angeschafft werden soll mit Hilfe der Gemeinde ein höheres und breiteres Ballfangnetz. Das Tennisheim wird wegen der schadhaften Heizung ans Fernwärmenetz der Gemeinde angeschlossen. „Die Vereinsgaststätte läuft super, mit den beiden Wirtinnen Sladi und Rena haben wir einen Riesenfang gemacht“, so Umkehrer.

Wie 2015 zählt der Sportverein mit den Abteilungen Fußball, Handball, Tennis, Tischtennis, Gymnastik, Ski und Sportlerbühne 931 Mitglieder, darunter viele Jugendliche, 112 Spieler allein beim Jugendfußball, ferner im Handball (94) – und im Tennis gibt es 16 Neuanmeldungen von Kindern.

Die Spielgemeinschaft der Fußballer mit dem SV Günding bewährt sich laut Umkehrer: „Wir haben das Richtige gemacht“. Drei Großfeldmannschaften seien ein Riesenerfolg. In einem leidenschaftlichen Appell warb er um weitere Trainer für die Jugendlichen, „damit sie uns nicht davonlaufen“.

Im gesellschaftlichen Bereich läuft es ebenfalls gut durch die Aufführungen der Sportlerbühne einschließlich des Jugendtheaters. Und die beiden jährlichen Weihnachtsfeiern für Erwachsene und Kinder, bestens organisiert und musikalisch begleitet von Familie Reischl, finden großen Zuspruch.

Schatzmeister Sepp Reischl zog Bilanz „über den positiven Trend“, den Kassenprüfer Vitalis Glas bestätigte. Die Bilanzsumme beträgt 696 996 Euro, der Umsatz beläuft sich auf rund 608 000 Euro. Die gute Nachricht lautet, dass inzwischen 90 Prozent der Schulden für das Vereinsheim, das dem Verein gehört, abgebaut sind.

Helmut Umkehrer und Sepp Reischl nahmen zusammen mit Bürgermeister Landmann Ehrungen langjähriger Mitglieder vor: Mit der silbernen Ehrennadel wurden für 25-jährige Zugehörigkeit Georg Haas, Josef Rieger und Michael Schlemmer ausgezeichnet. Die goldene Ehrennadel erhielten Gisela Liedl und Cornelia Schuster für 40-jährige Vereinstreue. Michael Mayr, Helmut Umkehrer und Johann Wallner wurden für 50 Jahre mit „der goldenen Nadel mit Stein“ geehrt. Bei 60 Jahren kommt noch ein Stein hinzu, wie für Klaus Hartmann und Klaus Nottensteiner.

Rudolf Weigl trat dem Verein bereits im Jahre 1946 als 14-Jähriger bei und bringt es somit gar auf 70 Jahre TSV-Mitgliedschaft.

ink

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