+
Lange das Aushängeschild des SVL: das Damen-Fußballteam mit Trainer Robert Szeidl.

40 Jahre SV Langenpettenbach

Vier ereignisreiche Jahrzehnte

1979 bekam das kleine Dorf Langenpettenbach einen eigenen Sportverein. Das war höchste Zeit, wie sich in den folgenden Jahren herausstellte. Denn Sportbetrieb und geselliges Miteinander wurden fortan hochgehalten. Jetzt feiert der SVL sein 40-jährigs Bestehen.

Langenpettenbach – Mit einem Jubiläumsabend in einem Zelt am Sportheim feiert der SV Langenpettenbach für alle geladenen Mitglieder und deren Partner am Samstag, 23. Juli, ab 17 Uhr sein 40-jähriges Bestehen. Die örtliche Blaskapelle wird die 170 Mitglieder unterhalten.

Dieses Jubiläum bietet Grund, Rückschau zu halten auf die Gründerzeit und die folgenden Jahre. Wie ein roter Faden zieht sich der Name Michael Krimmer durch die Vereinsgeschichte. Krimmer war 32 Jahre der „Motor“ dieses Vereins. Er wurde 1979 von den damals 20 Gründungsmitgliedern zum Vereinschef gewählt. Sein Stellvertreter war Josef Riedl, Herbert Rauscher übernahm das Amt des Kassiers, und Hans Krimmer stellte sich als Schriftführer zur Verfügung.

Michael Krimmer ließ sich zwar mal für zwei Jahre von Franz Brummer als Vorsitzender ablösen, aber das auch nur, weil er dem damals stillgelegten Schützenverein Edelweiß zu neuem Leben verhalf.

Dass es überhaupt zur Gründung des SVL gekommen ist, rührt daher, dass es Ende der 70er-Jahre viele Sporthungrige in „Bembo“ gab, aber die Sportanlagen fehlten. Was vorhanden war, war eine Wiese am Ortsausgang, die man zum Fußballspielen nutzte und auf der man 1982 dann zwei Tennisplätze, drei Stockbahnen und Parkplätze baute. Damals lief bereits die Planung für ein Sportheim, dessen Baubeginn im August 1983 erfolgte.

Bei der Sportheimeröffnung 1984: Bürgermeister Hans Strixner, Vorsitzender Michael Krimmer und Vereinswirt Peter Hechtl (v.l.) prosten sich zu. fotos (2): bb

Trotz Unterstützung durch die Marktgemeinde Indersdorf war es für diesen kleinen Verein alles andere als einfach, all die Investitionen finanziell zu schultern. Da blieb nichts anderes übrig, als so viel wie möglich mit Eigenleistung der Mitglieder zu schaffen. Bau-Fachleute wie Hans Kienast und Josef Riedmair engagierten sich schwer, auf die meisten freiwilligen Arbeitsstunden brachte es Jakob Zimmermann. Im Dezember 1984 war es dann soweit, das heiß ersehnte Sportheim konnte in Betrieb genommen werden. Michael Krimmer und Peter Hechtl führten zusammen mit ihren Frauen die Gastronomie.

Ein Meilenstein in der Geschichte des SVL war die Einweihung des stattlichen Sportgeländes im Juli 1986, mit Pfarrer Jakob Huber. Zur Verköstigung der vielen Festgäste hat der SVL damals einen ganzen Ochsen gegrillt. Ab 1985 wurde das Fußballspielen forciert, das ging mit Vatertagsturnieren und Freundschaftspielen los. Noch gerne erinnert man sich an den Sieg gegen die AH des TSV Hilgertshausen.

Der Damenfußball, der viele Jahre das Aushängeschild im SVL war, begann 1982 mit Freundschaftspielen, bei denen sich die Siege mehrten. 1992 haben die Fußballerinnen sogar den ASV Dachau mit 6:0 geschlagen, was Auftrieb gab und den Gedanken reifen ließ, ins Punktspielgeschehen einzugreifen. Bis der Fußballplatz normgerecht gestaltet war, mussten die Damen in Arnbach spielen. Sie schafften den Aufstieg in die A-Klasse, wo sie bis 2003 spielten.

Leider hat das Interesse der Damen nachgelassen, so dass sich der Frauenfußball wieder verabschiedete. Viele Jahre erfolgreich waren auch die SVL-Stockschützen, die es bis zur Bezirksliga schafften. Bezirksliga durften auch die Tennisler spielen, doch im vergangenen Jahrzehnt fehlte der Nachwuchs, so dass von den einstigen drei Plätzen derzeit nur noch einer bespielt wird.

Das Nachlassen der sportlichen Aktivitäten hat der rührige Vorstand, an deren Spitze nun Gerhard Keller Friedhelm Munstermann ablöste, mit geselligen Veranstaltungen wie Starkbierfesten, zünftigen Skiausflügen, Wanderungen und Radlausflügen wettgemacht.

„Es geht auch sportlich wieder aufwärts“, sagt Keller, der auf den Sporttag hinweist, wo jedes Mitglied die Möglichkeit hat, jeden zweiten Dienstag im Monat teilzunehmen. Auch das Walken und die Gymnastik mit Renate Baumann komme gut bei den Sportlern an. Immer eine Riesengaudi sei auch das alljährliche „Spiel ohne Grenzen“. Beim Tennis sei man dabei, ein Schnuppertraining zu organisieren, und jeden Montag ab 19 Uhr ist Fußball angesagt. Betrieb auf den Stockbahnen ist dienstags und donnerstags.

Josef Ostermair

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jetzt sind auch die Freien Wähler gegen die Erhaltungssatzung
Die Erhaltungssatzung für einige Anwesen in Dachau bleibt umstritten – und im Stadtrat deutet sich ein Meinungsumschwung an.
Jetzt sind auch die Freien Wähler gegen die Erhaltungssatzung
Streit um TSC spaltet Odelzhausen
In Odelzhausen tobt ein erbitterter Streit zwischen dem TSC Odelzhausen und der Gemeinde Odelzhausen mit Bürgermeister Markus Trinkl an der Spitze. Drei …
Streit um TSC spaltet Odelzhausen
EVP-Fraktionschef Manfred Weber spricht in Hebertshausen über Europa, Bayern und die AfD
Manfred Weber, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP): Manfred Weber, hat in Hebertshausen über „das neuen Europa“ und künftige Herausforderungen gesprochen …
EVP-Fraktionschef Manfred Weber spricht in Hebertshausen über Europa, Bayern und die AfD
Einbruch in evangelische Kirche
In der Nacht von vergangenem Sonntag auf Montag ist ein Unbekannter in das Gebäude der evangelischen Kirchengemeinde und des dazu gehörigen Kindergartens in der …
Einbruch in evangelische Kirche

Kommentare