+++ Eilmeldung +++

Frontal-Zusammenstoß mit Lkw: Frau (56) wird in BMW eingeklemmt und stirbt noch am Unfallort

Frontal-Zusammenstoß mit Lkw: Frau (56) wird in BMW eingeklemmt und stirbt noch am Unfallort
Im Freien verabschiedeten sich viele Menschen vor dem Sarg von Xaver Gröppmair.
+
Im Freien verabschiedeten sich viele Menschen vor dem Sarg von Xaver Gröppmair.

Abschied von Pfarrer Xaver Gröppmair

Wie sehr die Gläubigen ihn als Seelsorger schätzten, zeigten die vielen Trauergäste. Sie alle gaben dem im Alter von 80 Jahren verstorbenen Pfarrer Xaver Gröppmair am Donnerstagnachmittag in Indersdorf das letzte Geleit.

Indersdorf – Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger als Stellvertreter von Erzbischof Reinhard Marx hat zunächst ein feierliches Requium mit den geladenen Gästen in der Klosterkirche gefeiert. Die Beliebtheit Gröppmairs kam allein an der großen Zahl von Geistlichen zum Ausdruck. Die Angehörigen und rund 20 Geistliche begleiteten den Sarg mit dem Leichnam des Verstorbenen von der Klosterkirche aus hin zu dem großen Platz von dem Augustiner-Chorherrn-Museum, wo die Öffentlichkeit von Gröppmair Abschied nahm.

Durch die Trauerfeier im Freien war es kein Problem für die rund 200 Gläubigen, die Corona-Vorschriften einzuhalten. Dekan Peter Dietz würdigte den Verstorbenen als Pfarrer mit großer Hingabe. Hoffnung und Freude sei das Motto des priesterlichen Wirkens von Pfarrer Gröppmair gewesen.

Das betonte auch der Geistliche Johannes Serz, der mit Gröppmair dem Weihekurs 1967 angehörte. Von den damals 29 Weihekandidaten leben leider nur noch zehn. Serz betonte in seinem Nachruf, dass Gröppmair immer lautstark und deutlich seine Meinung gesagt habe, was den Glauben angeht. Er sei ein Mensch gewesen, der gerne mit anderen feierte. Vor drei Jahren feierte Gröppmair sein 50-jähriges Priesterjubiläum, und selbst im hohen Alter habe er noch gerne von pastoralen Erlebnissen erzählt. „Er hat gerne sein Priestertum gelebt und immer einen Blick für Bedürftige und Notleidende gehabt“, so Pfarrer Serz. Er erlebte Gröppmair auch als naturbegeisterten Menschen, der so seine bäuerlichen Wurzeln zum Ausdruck brachte.

Der frühere Dekan von Miesbach, Walter Waldschütz, erzählte, dass er schon als damals Zehnjähriger große und innige Verbundenheit zu Xaver Gröppmair empfunden habe. „Xaver ist nie müde geworden und wohl auch maßgeblich daran beteiligt, dass ich den Beruf des Priesters ergriffen habe“, sagte Waldschütz.

In die Reihe der kirchlichen Trauerredner reihte sich auch Kilian Semel ein. Semel, der Dekan im Pfarrverband Haar ist, sprach ein Lebenswerk von Gröppmair an, nämlich die Kirche St. Bonifaz in Haar. „Hier hat Gröppmair als Gründungspfarrer einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, so der amtierende Dekan.

Viele Gläubige aus Gröppmairs Heimatort Oberzeitlich, aus dem Pfarrverband Indersdorf und St. Georg in Niederroth, wo Greppmair zuletzt seelsorgerisch wirkte, nahmen Abschied von dem sehr beliebten Geistlichen.

Nach den elf Jahren Priesterdienst in Niederroth lebte Gröppmair bis zu seinem Tod von Oktober 2016 an im Altersheim Marienstift in Dachau. Die feierliche Trauerfeier umrahmten die Bläser aus Schönbrunn. Fahnenabordnungen der Schützen und Feuerwehrler von Oberzeitlich gaben ihm das letzte Geleit.

Gröppmairs Primizspruch auf dem Sterbebild „Lasst uns füreinander beten“, bezeugt den tiefen Glauben des Pfarrers.

Auch interessant

Kommentare