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Zeig her das Prachtstück! Die neue Fahne zeigt die Wallfahrtskirche Ainhofen.

Drei Tage gefeiert

Krieger- und Soldatenverein Ainhofen feiert sein 100-jähriges Bestehen

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Bei herrlichem Wetter hat der Krieger- und Soldatenverein Ainhofen ein dreitägiges Fest zum 100-jährigen Vereinsbestehen gefeiert. Höhepunkt der Feierlichkeiten war der Festgottesdienst mit Fahnenweihe.

Ainhofen/Kleinschwabhausen – Das Fest stieg allerdings nicht im Ortskern von Ainhofen, sondern im zwei Kilometer entfernten Kleinschwabhausen in der festlich geschmückten Schlammer-Halle. Hier fanden sich schon morgens ab 8 Uhr 16 Vereine ein. Stark vertreten waren die Ainhofner Ortsvereine, von der Feuerwehr, über die Schützen, Gartler und Burschen bis hin zum Schwimmverein und dem STV. Allein 33 Teilnehmer stellten die Eglersrieder Schützen. Natürlich marschierte auch der Patenverein aus Langenpettenbach beim Kirchenzug mit, der hin zu einem Feldaltar führte.

Für Musik sorgte die Blaskapelle Langenpettenbach. Pfarrer Paul Hauser, den viele noch aus seiner Seelsorge-Zeit in Einsbach und Jetzendorf kennen, zelebrierte den Festgottesdienst. Hauser weiß, wie grausam Krieg ist und wie wichtig es ist, sich insbesondere in den Krieger-und Soldatenvereinen für den Frieden einzusetzen, war er doch mehrere Jahre Militärpfarrer im Balkankrieg und auch in Afghanistan.

Als Tafelträgerin führte Katharina Pabst den Verein an.

Vier Reservisten in Begleitung von Kindern brachten die verhüllte neue Vereinsfahne vor den Weihealtar. „Es ist ein alter Brauch, dass sich Gemeinschaften immer wieder hinter einem Zeichen bewegen, und das sind am heutigen Tag die vielen Fahnen“, sagte der Seelsorger. Er wies darauf hin, dass es sich nicht mehr gelohnt hat, die alte Fahne zu restaurieren. Auf das neue „edle Tuch“ könne der Jubelverein stolz sein, denn mit der abgebildeten Marien-Wallfahrtskirche von Ainhofen „kommt die Verbundenheit zum christlichen Glauben zum Ausdruck“, so Pfarrer Hauser. Der auf die Fahne gestickte Schriftzug „Mit Gott für Heimat, Frieden und Freiheit in Treue“ liefere eine klare Aussage zur Einstellung des Vereins. „Es ist schön, den 100. Geburtstag mit einer geweihten Fahne zu begehen. Das sollte man auch im 21. Jahrhundert tun, wo so wenig Zeit für Gott verbleibt“, sagte Hauser und wünschte dem Verein eine gute Zukunft.

Der ehemalige langjährige Vereinsvorsitzende, Jakob Klepper, heftete das Festauschuss-Band an die neue Fahne und sprach den jungen Leuten im Verein seine Bewunderung aus, wie sie die enorme Arbeit zur Festvorbereitung gemeistert haben.

Auch ein Fahnenband des Patenvereins aus Langenpettenbach ziert die neue Fahne. Hans Toni, der Vorsitzende der Bembegga, betonte, dass es seinem Verein eine besondere Ehre sei, erneut die Patenschaft übernehmen zu dürfen.

Schirmherr, Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser, heftete das Trauerband an die Fahne und wies dabei darauf hin, wie wichtig es ist, „die Toten nicht zu vergessen“.

Zurück in der Festhalle übergab Obesser an Vereinschef Michael Breitsameter einen Scheck der Gemeinde als Jubiläumsgeschenk. Er nutzte auch die Gelegenheit, zu zeigen, dass sich die Aktivitäten des Jubelvereins nicht auf den Kriegerjahrtag beschränken. Insbesondere das jährliche Bildersuchwandern habe bei Familien Magnetwirkung.

Segen für die neue Fahne: Pfarrer Paul Hauser spricht treffende Worte.

Der Kreisvorsitzende der Krieger-, Soldaten- und Reservistenvereine, Peter Niedermair, mahnte: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

Am späten Nachmittag sorgten die Jugendlichen im Verein für heiße Rhythmen, bis zum späten Abend. Ein so hoher Vereins-Geburtstag mit Fahnenweihe war schließlich ein gebührender Anlass, ausgelassen zu feiern.

Josef Ostermair

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