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Freuen sich, weil im Bad alles gut läuft: Bürgermeister Franz Obesser, VfB-Vorstand Hans Reif und Fördervereins-Vorsitzender Charlie Böller (v.l.).

Ainhofener Freibadverein feiert Jubiläum

Ein Fest für sechs Jahrzehnte Freibad

Mit einem Festakt im vollbesetzten Hohenester-Saal in Glonn hat der VfB Ainhofen sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei hatten sich die Organisatoren einen netten Spaß überlegt: Die Besucher sollten schätzen, wie viele Kilo Pommes die Freibandbesucher 2018 verdrückt hatten.

Ainhofen– Der VfB Ainhofen ist der Trägerverein des Freibad Ainhofen. Ein besonderer Gag war das Gewinnspiel, das gutes Schätzen erforderte: Wie viele Kilo Pommes wurden in der Badesaison 2018 im Freibad Ainhofen verschlungen? Es waren in dieser Rekordsaison tatsächlich 1470 Kilo Pommes – das hat kein Teilnehmer erraten. Mit der Zahl von 1450 kamen aber Katherina Markl und Thomas „Piri“ Möckl doch sehr nah heran und verdienten sich den Hauptpreis in Form von Essensgutscheinen. Otto Ahammer, der zu den ältesten der 207 VfB-Mitgliedern zählt, schätzte 1500 Kilo und belegte so den dritten Platz.

Im Mittelpunkt des Vereinsjubiläums standen Dankesworte an engagierte, langjährige Mitglieder, die zum Erhalt des seit 1960 bestehenden Freibads beitragen und so dafür sorgen, dass diese Naherholungsoase im Dachauer Hinterland heute beliebter denn je ist. Nach dem Sektempfang für alle Gäste informierte der VfB-Vorsitzende Hans Reif über die Gründungsgeschichte seines Vereins. Er betonte „Der Freibadbau vor fast 60 Jahren war schon eine außergewöhnliche Pionierleistung von 21 jungen Männern aus der damals noch selbstständigen Gemeinde Ainhofen.“ Wochen-und monatelang bemühten sich die Helfer damals in einem gut organisierten Schichtbetrieb, dem Ziel Freibad näher zu kommen.

Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser erinnerte in seinem Grußwort daran, dass im Gründungsjahr des VfB Elvis Presley erstmals nach Deutschland kam „und dabei der Trägerverein des Freibads Ainhofen den Rock’n Roll-Schwung gleich mitgenommen hat“. Es sei was ganz Tolles entstanden, das heute noch großen Respekt vor so viel Engagement erfordere. „Die Marktgemeinde Indersdorf weiß, was sie am Freibad in Ainhofen hat und leistet daher gerne finanzielle Unterstützung zur Aufrechterhaltung des Badebetriebs.“ Natürlich hatte Obesser auch eine Jubiläums-Spende dabei, die mit viel Beifall bedacht wurde.

In einer „Schicksalsgesellschaft“ mit dem Freibad Ainhofen sieht sich Charlie Böller, der als Vorsitzender des Freibad-Fördervereins seit 20 Jahren dazu beiträgt, dass es dem VfB einigermaßen gut geht. Böller ist davon überzeugt, dass sich die Gründungsväter des VfB 1958 nicht vorstellen konnten, was der langfristige Betrieb eines Freibads kostet. Trotzdem stehe des Ainhofner Freibad finanziell betrachtet gut da. Dass der VfB nach 60 Jahren mit einer verjüngten Führungsmannschaft in die Zukunft geht, könne er nur begrüßen.

Die gezeigte Bildergalerie, moderiert von Hans Reif, lieferte den Beweis, dass es Höhen und Tiefen in 60 Jahren gab, aber nie die Flinte ins Korn geworfen wurde. Dass der VfB seit 1991 fast jährlich dazu beitrug, durch eine Vielzahl von Badefesten die finanzielle Situation des Vereins zu stärken, zeigten die vom zweiten Vorsitzenden Olaf Schellenberger gezeigten Bilder. Leider sei der Verein bei diesem Festen immer vom Wetter abhängig, so dass heuer mal die große „Caribic-Night“ abgesagt werden musste, so Schellenberger.

Der als „lustiger Hanse“ bekannte Hans Rieger aus Langenpettenbach umrahmte das VfB-Gründungsjubiläum zum Nulltarif musikalisch, das schätzten die Freibad-Freunde besonders. Josef Ostermair

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