Der Kindergarten Regenbogenland in Indesdorf
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Die neueste Kita in Indersdorf, das Regenbogenland, wurde erst im April 2019 eröffnet und ist bereits voll.

Platznot in den Kindertagesstätten

Alle Indersdorfer Kitas sind voll

  • vonChristiane Breitenberger
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Alle Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde Indersdorf sind voll oder übervoll. Das zeigte sich in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause.

Indersdorf – Haus für Kinder: übervoll. Kindergarten St. Vinzenz: übervoll. Elterninitiativkindergarten Biberbande: voll. Waldkindergarten voll. Kindergarten Langenpettenbach: voll. Kindergarten Niederroth: übervoll. Kinderkrippe Niederroth: voll. Kindergarten Regenbogenland: voll. Kinderkrippe St. Vinzenz übervoll. So sieht derzeit die Situation bei den Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde Indersdorf aus.

Renate Krämer, Leitung im Haus der Kinder, war als Ansprechpartnerin für die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung vor Ort. Sie kennt die Problematik, jongliert in ihrer Einrichtung seit Jahren mit den Zahlen. Sie sagte: „Alle unsere Einrichtungen sind entweder voll oder übervoll.“

Erst im Jahr 2018 reagierte die Gemeinde auf volle Kindertagesstätten im Gemeindegebiet. Damals gab es Bedarf für eine Gruppe – Ende des Jahres, im November 2019, wurde die neue Einrichtung Regenbogenland im Indersdorfer Gewerbegebiet eingeweiht. Bereits bei der Einweihung waren jedoch beide Gruppen besetzt. Die Umsetzung des Projekts verlief – im Gegensatz zu sonstigen Bauvorhaben – extrem zügig. Vom ersten Beschluss bis zum Einzug am 1. April 2019 vergingen nur zwölf Monate. Das neue Gebäude kostete die Gemeinde 1,43 Millionen Euro.

Alle 547 Kindertageseinrichtungsplätze sind belegt

Jetzt sind erneut alle Einrichtungen im Gemeindebereich voll. Derzeit gibt es 547 Kindertageseinrichtungsplätze. Davon sind in den vier gemeindlichen Einrichtungen insgesamt 374 Plätze, im Kindergarten St. Vinzenz 128, in der Biberbande 25 und im Waldkindergarten „Die Eichhörnchenbande“ 20. Auf die Frage von Hubert Böck (SPD), ob es eine Vorstellung „fürs nächste Jahr gibt“, erklärte Renate Krämer: „Im Bereich Krippe lässt sich das schwer vorhersagen, aber: Der Schulkinderbereich wird explodieren!“

Als Gemeinderat Axel Noack (Grüne) die Zahlen hörte, fasste er zusammen: „Also: Müssen wir bauen, oder?“. Bürgermeister Franz Obesser verwies hier indes auf den nichtöffentlichen Teil der Sitzung.

Klar ist: die Gemeinde muss reagieren. Auf Nachfrage der Dachauer Nachrichten betonte Geschäftsleiter Klaus Mayershofer: „Das werden wir auch. Nur wie, ist eben noch nicht klar.“ Fest stehe nur: Es wird eine Lösung geben, wenn sie gebraucht wird. „Wir werden nie in die Problematik kommen, dass bei uns mal plötzlich 50 Kinder auf der Straße stehen. Wir sind da dran.“ Derzeit gebe es viele Möglichkeiten und Faktoren. „Wir haben jetzt erstmal eine Bestandsaufnahme gemacht und alle möglichen Optionen zusammengetragen.“ Es gebe bei der Entscheidung, welchen Weg die Gemeinde gehen will, vieles mit einzubeziehen, wie beispielsweise die nötige Sanierung des alten Gebäudes des Haus für Kinder.

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