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Diese Fotos veröffentlichte das Tierheim am Sonntag auf Facebook.

Tierquälerei im Kreis Dachau

Wieder eine Katze in einem Müllsack: Steckt derselbe Täter dahinter? 

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Innerhalb von zwei Wochen wurden im Kreis Dachau zwei Katzen in Müllsäcken gefunden. Ein Tier konnte gerettet werden, nun fand man einen Kadaver. 

Petershausen/Markt Indersdorf - Anfang April berichteten wir, dass eine Spaziergängerin am Ostersonntag in Petershausen einen lebenden Kater in einem Müllsack auffand. Durch die Geräusche aus dem Plastiksack war sie auf das gefangene Tier aufmerksam geworden. Der Kater war völlig panisch, abgemagert und kam zur Pflege in das Dachauer Tierheim. Die Polizei übernahm die Ermittlungen. 

Erneut an einem Sonntag, am 15. April, machte eine Hundebesitzerin einen ähnlich erschreckenden Fund zwischen Arnbach und Ottmarshart. Sie sagt, dass die Tüte am Samstagabend noch nicht dort lag. Darin fand sie eine tote Katze. Das Tierheim Dachau postete Fotos von dem Leichnam auf Facebook und vermutet ein trauriges Schicksal dahinter. „Das Tier war noch nicht lange tot und muss vor seinem Tod unendliche Schmerzen gehabt haben. Aus den Augen, aus dem Maul und aus dem Genitalbereich lief Eiter, die Maulhöhle war in einem katastrophalen Zustand.“

Spuren von Krallen deuten auf trauriges Schicksal hin

Das Tierheim geht davon aus, dass sich die Katze noch selbst aus dem Sack befreien konnte, denn es finden sich Spuren von Krallen. Zwar sei es möglich, dass ein anderes Tier von außen versucht habe, den Müllsack aufzureißen, dies sei aber unwahrscheinlicher, schreibt das Tierheim auf Facebook. Man sei „unendlich traurig, entsetzt und wütend“. 

Der Facebook-Beitrag des Tierheims Dachau: 

Wie schon der Fall aus Petershausen, sorgt auch dieser Fund für emotionale Reaktionen und Fassungslosigkeit im Netz. Manche vermuten, dass sich der Besitzer eine ärztliche Behandlung nicht leisten konnte - oder wollte. „Ich glaube, die Katze war sehr krank und der Besitzer wollte sich die Tierarztkosten sparen“, mutmaßt beispielsweise Andreas F. in der Kommentarspalte auf der Facebookseite des Tierheims Dachau.

Verständnis für so ein mutmaßliches Verhalten kann dort keiner aufbringen: „Schlimm, dass es immer noch Menschen gibt, die der Meinung sind, sie hätten keine Verantwortung für ihr Tier. Es stattdessen leiden zu lassen, anstatt zum Tierarzt zu gehen, und es dann zu entsorgen als wäre es irgendein Objekt“, ärgert sich Tanja O.

Verbindung zwischen den beiden Fällen?

Die Dachauer Polizei konnte gegenüber unserer Redaktion lediglich bestätigen, dass sie über den zweiten Fall informiert wurde. Ob eine Verbindung zwischen den beiden Fällen besteht, sei derzeit nicht bekannt und müsse ermittelt werden. Auch im ersten Fall werden die Ermittlungen weiter fortgesetzt - allerdings weiterhin gegen Unbekannt.

mag

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