Bewegende Geschichten zeigt die Ausstellung am GMI.

Ausstellung „Leben nach dem Überleben“ am Gymnasium Markt Indersdorf

Schüler erinnern an bewegende Schicksale

Am Gymnasium Markt Indersdorf (GMI) ist derzeit eine besondere Ausstellung zu sehen. Eine Ausstellung, die an bewegende Schicksale erinnert. 

Indersdorf – Am Gymnasium Markt Indersdorf (GMI) ist derzeit die Ausstellung „Leben nach dem Überleben“ zu sehen. Schulleiter Thomas Höhenleitner eröffnete sie am Vorabend des Tages zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus (wir haben berichtet).

Ehemalige Schüler hatten im Rahmen eines Seminars die Ausstellung entwickelt und sich mit dem Schicksal von den so genannten Kinderüberlebenden befasst. Die Ergebnisse sind heute ein wertvoller Beitrag zur Dokumentation der Geschichte von Indersdorf. Entstanden sind 20 Porträts von „Displaced Children“, die erkennen lassen, was Heimatlosigkeit bedeutet. Es geht um die Suche nach einem neuen Platz im Leben und einer neuen Heimat – Menschen am „verkehrten Platz“, wenn man es wörtlich übersetzt. Und es geht auch um den Verlust der Eltern, wenn es sich um Kinder handelte.

In seiner Begrüßungsrede betonte Höhenleitner seine Wertschätzung über das Ergebnis der Auseinandersetzung mit dieser Thematik.

Welchen überaus hohen Stellenwert die ausgestellten Bildtafeln der Porträts haben, zeigte sich auch daran, wer der Einladung zur Vernissage gefolgt war: Begrüßt wurden Katrin Staffler MdB, Bernhard Seidenath MdL, Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser, Altbürgermeister Josef Kreitmeir, Anna Andlauer (externe Partnerin des P-Seminars), Anton Wagatha (Vorsitzender des Heimatvereins), Vertreter des Elternbeirats und des Fördervereins, Schulleiterkollegen und Mitglieder des Gemeinderats.

Große Anerkennung bekamen die Schüler aber bereits vor einem Jahr, als die Bildtafeln im Janusz-Korczak-Haus in München präsentiert wurden. Auch die Auszeichnung eines P-Seminarpreises durch die Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberbayern-West zeigt die Wichtigkeit und Hochachtung dieser Arbeit (wir haben mehrmals berichtet).

Höhepunkt ist jetzt, dass diese Ausstellung in diesen Tagen an dem Ort gezeigt wird, an dem sie entstanden ist, und noch mehr: Die Schicksale sind auch in Zukunft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich, denn: Die Ergebnisse sind jetzt in einer Broschüre zusammengefasst.

Dank der umfassenden, fachlichen Unterstützung der Historikerin Anna Andlauer und dank der engagierten Begleitung der ehemaligen Seminarleiterin Studienrätin Cornelia Treml ist ein besonderes Werk der Schüler entstanden: Das Leid der jüdischen Displaced Children, die im Kloster von Markt Indersdorf untergebracht waren, wird nicht vergessen.

Mit den Worten „Möge der Blick auf deren Leidensweg auch zeigen, dass Zukunft dort möglich wird, wo humanitäre Hilfe garantiert ist“, übergab Schulleiter Thomas Höhenleitner das Wort an Cornelia Treml. Sie veranschaulichte nochmals die anerkennenswerte Leistung ihrer Seminarteilnehmer und ging auch auf die Einzelschicksale der vorgestellten Kinderüberlebenden ein. Finanzielle Unterstützung für das Projekt gab es von der Indersdorfer Bürgerstiftung.

Im Anschluss wurde den Gästen der Begleitfilm für die Bildtafeln präsentiert, den die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich gedreht hatten. 

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