+
Sieben Meter lang, 4,7 Meter hoch: So groß sind die beiden Trafos des neuen Umspannwerks, das gerade nahe Untergeiersberg entsteht. 

Bauarbeiten am neuen Umspannwerk zwischen Ainhofen und Untergeiersberg laufen

Zwei 60-Tonnen-Trafos am Waldrand

In der Gemeinde Indersdorf, genauer gesagt an der ungeteerten Gemeindeverbindungstraße von Ainhofen nach Untergeiersberg, direkt am Waldrand, errichtet das Bayernwerk derzeit ein neues Umspannwerk.

Indersdorf – Als die Bewohner in der Region im Mai 2014 vom Bau der Anlage erfuhren, regte sich Widerstand, viele waren verunsichert. Es gab eine Infoveranstaltung mit rund 100 Zuhörern im Indersdorfer Rathaus, Bayernwerk versuchte, Ängste zu zerstreuen. Jetzt, über drei Jahre später, hat Bayernwerk einen passenden Standort gefunden und mit den Bauarbeiten begonnen.

Das Mittelspannungsnetz in der Umgebung hat wegen des Anstiegs von dezentral erzeugter elektronischer Energie in der Region seine Kapazitätsgrenze erreicht. Deshalb ist laut Bayernwerk dieser neue Knotenpunkt zwischen Mittel-und Hochspannungsnetz notwendig geworden. Die beiden neuen Netztrafos wiegen jeweils über 60 Tonnen, sind knapp sieben Meter lang, 3,2 Meter breit und 4,7 Meter hoch.

In den vergangenen Tagen wurden die beiden Transformatoren am Umspannwerk über ein Schienensystem an ihren Bestimmungsort manövriert, was nicht einfach war. Bereits am Vorabend waren die Schwergewichter angeliefert worden. „Ein einzelner Netztrafo ist deshalb so schwer, weil er neben knapp 18 Tonnen Kernblech und über neun Tonnen Kupfer auch noch gut 15 Tonnen Isolieröl enthält“, erklärt Projektleiter Thomas Riederer.

Doch nicht nur die Ausmaße der Netztransformatoren sind wuchtig, auch die Leistung von je 40 Megavoltampere kann sich sehen lassen. „Das entspricht ungefähr der Leistung von 40 000 handelsüblichen Heizlüftern“, erläutert Riederer. Der Transformator ist das Herzstück eines Umspannwerks. Im Trafo wird die Spannung von einer Netzebene auf die andere transformiert. Die Kosten eines Netztransformators betragen jeweils rund 650 000 Euro. Es folgen die Anbindung der Mittel- und Hochspannungsleitungssysteme.

Insgesamt wendet das Bayernwerk in der Marktgemeinde Indersdorf für den Neubau des Umspannwerks zur Stärkung des regionalen Stromnetzes rund 4,1 Millionen Euro auf. Baubeginn war im April dieses Jahres. Das große Betriebsgebäude befindet sich derzeit im Rohbau. Die Inbetriebnahme der 20kV-Schaltanlage soll im Herbst 2018 erfolgen. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ein Chor wie aus einem Guss
Seit 50 Jahren gibt es nun schon die Singgemeinschaft Karlsfeld. Die Mitglieder und das Repertoire der Gruppe sind aber frischer denn je. 
Ein Chor wie aus einem Guss
Neuer Mittelschulrektor Roland Grüttner stellt sich im Bergkirchner Gemeinderat vor
Zahlreiche Wechsel gab es an den Grund- und Mittelschulen im Landkreis. Neuer Rektor in Bergkirchen ist Roland Grüttner. Nicht nur die Schüler lernten ihn jetzt kennen, …
Neuer Mittelschulrektor Roland Grüttner stellt sich im Bergkirchner Gemeinderat vor
Hintergründiges und Melancholisches
Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler, Bluessängerin Kathrin Krückl und Gitarrist Martin Off begeisterten mit ihren Texten.
Hintergründiges und Melancholisches
Konzept für einen Friedgarten in Karlsfeld
Wie sieht der Friedhof der Zukunft aus? Darüber grübelt der der Karlsfelder Gemeinderat. Vergangenes Jahr hatten Mechthild Hofner (Bündnis für Karlsfeld) und Holger …
Konzept für einen Friedgarten in Karlsfeld

Kommentare