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Nicht nur Blasmusik beherrscht die Langenpettenbacher Blaskapelle. Sie überraschte das Publikum zum Schluss mit einer Gesangseinlage. 

Langenpettenbacher Bläser wie ein Magnet

Vielseitiger Musikabend

Premiere für die Langenpettenbacher Blaskapelle: Zum ersten Mal trat sie heuer in der Aula des Indersdorfer Gymnasiums auf. Der Qualität tat dies keinen Abbruch.

Indersdorf – Dass die Neujahrskonzerte der Blaskapelle Langenpettenbach auch nach 42 Jahren nichts von ihrer Zugkraft verloren haben, bezeugen die rund 450 Blasmusikfreunde aus mehreren Landkreisen, die heuer den Klängen der „Bembegga“ lauschten.

Die Musiker mussten jedoch auf ihren gewohnten Konzertort verzichten. Bisher hatten diese Veranstaltungen stets in der Turnhalle des Indersdorfer Schulverbands stattgefunden, doch die wird derzeit baulich saniert. Robert Brack aus Herrsching, der auch heuer mit humorvollen Worten und viel Witz moderierte, stellte fest, dass die Aula des Gymnasiums trotz der tollen Akustik kein Ersatz für die Schulturnhalle sei, und das Publikum pflichtete ihm mit viel Applaus bei.

In seinen Grußworten zitierte Bezirkstagspräsident Josef Mederer in Anspielung auf die musikalische Leiterin Sigrid Daumiller-Kroll die Schlagzeile einer Zeitung: „Noch nie war Blasmusik so sexy wie jetzt. Selbst bei Rockkonzerten wird auf Blasmusik nicht verzichtet, da lässt sich’s gut auf ein friedvolles neues Jahr einstimmen.“ Mit im Gepäck hatte er außerdem einen Zuschuss des Bezirks, der auch heuer die über zwanzig erfolgreichen Jungbläser der Bembegga unterstützte.

Ein sehr beeindruckendes Bild bot schon der Einzug der 33 Musiker, die zunächst zusammen mit der Jugend den Marsch der Medici spielten. Dann gehörte die Bühne allein den Jungbläsern, die unter der Leitung von Julia Karl bewiesen, dass die Bembegga vor der Zukunft keine Angst haben müssen. Zunächst präsentierten sie „Für Lovere“ eine Polka von Thomas Zsivkovits, bevor sie anlässlich des 200. Jubiläums mit dem auf der ganzen Welt bekannten Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ die Weihnachtszeit ausklingen ließen.

Das große Orchester eröffnete das bunte Programm mit dem Musikanten-Marsch von Michael Klostermann, bevor es das Publikum mit einem Walzer von Josef Lang in ein Wiener Kaffeehaus entführte. Ein Novum erlebte das Publikum bei einem Csardas, denn da spielte erstmals in der Konzertgeschichte der Bembegga ein Streicher mit der auf Blech ausgerichteten Kapelle. Der Solist Eckhard Wolf harmonierte auf der Geige prächtig mit den übrigen Musikern. Die Zuhörer quittierten diese Darbietung mit donnerndem Beifall.

Auch im zweiten Konzertteil kam die volle Bandbreite der Blasmusik zum Tragen. Auf den Marsch „In Vita Optimum“ und den Kuckucks-Walzer von Emanuel Jonasson folgte die Polka „Lebensfreude“, die Franz Bummerl extra für die Blasmusik bearbeitet hat.

Und als das Konzert eigentlich schon zu Ende war, erkämpfte sich das Publikum mit anhaltendem Applaus noch drei Zugaben. Bei der Polka „Lasset uns das Leben genießen“ überraschten die Blasmusikanten ihre Zuhörer sogar noch mit ihren Sangeskünsten. Die Bayern-Hyme, bei der sowohl Musiker und Zuhörer kräftig mitsangen, bildete schließlich den würdigen Schlusspunkt in diesem tollen Konzert.

ost

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