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Aufmerksame Zuhörer bei der Bürgerversammlung in Ried.

Bürgerversammlung in Ried

Enorme Aufgaben, moderates Wachstum

Die Marktgemeinde Indersdorf hat viel vor. Das machte Bürgermeister Franz Obesser auf der Bürgerversammlung im Ortsteil Ried deutlich.

Indersdorf/Ried – Gut 50 Besucher inklusive rund zehn Gemeinderäten kamen zur Bürgerversammlung ins Gasthaus Doll in Ried. In seinem einstündigen Rechenschaftsbericht gab Bürgermeister Franz Obesser einen detaillierten Überblick, was in den vergangenen zwei Jahren gemacht wurde, und was die 10 305 Einwohner-Gemeinde (Stand Mitte 2018) so alles vorhat.

Bei einem Gesamthaushalt von rund 30 Millionen Euro sind die Aufgaben enorm. Der Gemeindechef zeigte unter anderem anhand von Bildmaterial Maßnahmen im Straßen- und Wegebau, zu denen zwei Brücken gehören, im gesamten Gemeindegebiet auf.

Als großes Projekt steht für nächstes Jahr die Marktplatzsanierung an. Für die Neugestaltung rechnet man mit rund 3,5 Millionen Euro Kosten. Erwähnt wurden auch Vorhaben wie die Ausweisung eines Baugebiets in Niederroth und der Bau des Maria-Gschwendtner-Hauses in Markt Indersdorf.

Die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes ist endgültig vom Landratsamt genehmigt, stellte Obesser fest. Anhand von alten Plänen zeigte er auf, wie sich die Baugebietsentwicklung im Hauptort zwischen 1950 und 2010 darstellt. Im Gemeinderat sei man sich einig, dass die Gemeinde, auch wenn man für die Nachkommen Wohnraum schaffen will, künftig nicht explodieren, sondern gesund wachsen soll. Politisch wird als Ziel ein Prozent Wachstum pro Jahr angestrebt.

Baulandmodelle will man ausweisen und Grundstücke kaufen, die sowohl den kommunalen als auch den sozialen Wohnungsbau fördern sollen. Da das Gewerbegebiet fast belegt ist, werden auch dort weitere Flächen benötigt. Steigend ist weiterhin die Nachfrage zur Kinderbetreuung. Geändert hat man in der Kommune die Förderrichtlinien für Vereine, damit zum Beispiel auch die Eigenleistungen honoriert werden können. Mit Renaturierungsmaßnahmen und Ausgleichsflächen wurden schon Blühflächen geschaffen, stellte Obesser fest, bevor das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ kam.

Im Anschluss seiner Ausführungen kam es zu etlichen Wortmeldungen im Doll-Saal. Ein Großteil davon bezog sich auf die geplante Sanierung des Marktplatzes (Bericht folgt). nef

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