Eine Stunde im Regen fuhr Peter Eibl von Gröbenzell nach Ried auf seinem 55 Jahre alten Hanomag.
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Eine Stunde im Regen fuhr Peter Eibl von Gröbenzell nach Ried auf seinem 55 Jahre alten Hanomag.
Daumen hoch: Der zweijährige Leonhard Brummer aus Indersdorf war von dem 44 Jahre alten Kleinschlepper begeistert.
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Daumen hoch: Der zweijährige Leonhard Brummer aus Indersdorf war von dem 44 Jahre alten Kleinschlepper begeistert.

Bulldogfreunde feiern 20-Jähriges

Landmaschinen aus Urgroßvaters Zeiten

Die Bulldogfreunde Indersdorf haben für ihr 20-jähriges Jubiläum groß aufgefahren: Rund 250 Oldtimer gab es in Ried zu sehen. Sie zeigten den enormen Wandel der Landwirtschaft.

Ried – Die Bulldogfreunde Indersdorf haben ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Die Organisatoren begeisterten die vielen Zuschauer, die trotz des durchwachsenen Wetters gekommen waren, mit alten Traktoren und beim Dreschen mit einem hölzernen Dreschwagen aus Urgroßvaters Zeiten.

Der TÜV überprüfte die Verkehrstüchtigkeit der Oldtimer

Am Eingang zum Festplatz wurden die Fans alter Zugmaschinen von der alten Feuerwehr-Drehleiter des Lochner Kare und einem Bulldog aus Strohbüscheln empfangen. Auf dem Platz gab es mehr als 250 alte, aber fein herausgeputzte Fahrzeuge zu bewundern. Neben den Bulldogfreunden kamen auch eine Reihe Schnauferlfahrer mit ihren Oldtimer-Automobilen nach Ried. 

Sogar der TÜV war da, sodass sich die Oldie-Verehrer vergewissern konnten, dass ihre zum Teil schon 70 Jahre alten Traktoren noch verkehrstüchtig sind.

Traktor-Fahrten, Kinderschminken und Mini-Panzer

Sogar ein ausgedienter Russen-Panzer jagte bei dem zweitägigen Fest über die Felder. Außerdem konnten die Besucher Hubschrauber-Rundflüge bestaunen. Auch die Traktor-Rundfahrten kamen gut an: Hier drängten sich nicht nur Kinder auf den Anhängern der Oldtimer-Bulldogs, sondern auch Erwachsene – trotz des leichten Regens. Leider wurde die Wallfahrt des Vereins, die nach Maria Beinberg führte, vom Wettergott nicht recht erhört.

Trotzdem nutzen die Bulldogfreunde die 20-Jahr-Feier dazu, ihren Festgästen das Ackern wie anno dazumal zu zeigen. Die Klassiker unter den vielen Bulldogs waren wieder einmal die Lanz-Modelle aus der Vorkriegszeit. Bei den riesigen John-Deere-Bulldogs mit bis zu 370 Pferdestärken zeigte der Indersdorfer Landmaschinenhändler Markus Mayer den Wandel der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten.

Der Niederrother Forstbetrieb zeigte, wie aus einer Kombination von Bohrer, Säge und Spalter im Nu Brennholz entsteht. Landwirt Loderer aus Straßbach zeigte wiederum die Hackschnitzelherstellung mit einer riesigen Maschine.

Besonderen Unterhaltungswert bot das Fest in Ried für die vielen Kinder: Sie vergnügten sich an Hüpfburg, Kinderkarussell oder Christian Bichlers Mini-Panzer. Vor allem die Buben nutzten das Kleinschlepper-Fahren mit einem 44 Jahre alten John Deere. Die Mädchen zogen das Kinderschminken vor und standen bei Andrea Bayerlein Schlange. Vom Indersdorfer Kindergarten St. Vinzenz wurde ein Luftballon-Wettfliegen veranstaltet.

Wie er mit einer Motorsäge kunstvolle Holzskulpturen schafft, zeigte Toni Schwarzmann aus Überacker. Bei den Karpfhofer Schützen konnten die Besucher das Lichtgewehrschießen ausprobieren. Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste von Wirt Hans Doll, dessen Gaststube hatte wegen des nasskalten Wetters Magnetwirkung. Nur die Hartgesottenen feierten im Freien unter Schirmen.

Von Josef Ostermair

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