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Mit witzigen Texten in Mundart amüsierte Hans Kornprobst (sitzend, rechts) das Publikum. Roberts Gasteiger begleitete an der Zither (sit zend, l.) Im Hintergrund spielt die Auer Geig’nmusi, vorne sitzen Maria Popfinger (l.) und Maria Lachner vom Albersbacher Dreigesang.

Couplets im Indersdorfer Barocksaal

Ein Abend voller Witz und zünftiger Musi

Zünftige Musik, urbayerische Texte und derber Humor: Der Volksmusikabend des Indersdorfer Heimatvereins stand unter dem Motto „lustige Couplets“. Ein Erfolg in vielfacher Hinsicht.

Indersdorf – Der Barocksaal des Indersdorfer Klosters war beim bayerischen Volksmusikabend komplett mit Zuhörern gefüllt, die bereits beim Einzug der Musikanten auf die Bühne begeistert im Takt klatschten. „Liebe Freunde der echten bayerischen Volksmusik“, so wurde am vergangenen Samstag das Publikum stolz von Sprecher Hans Kornprobst begrüßt. Hans Lachner, einer der Hauptorganisatoren und Sänger im Albersbacher Dreigesang stellte die mitwirkenden Gruppen vor und erklärte das Motto des Konzertes „Couplets“.

Als Couplet bezeichnet man in der Musik ein zweideutiges satirisches oder politisches Lied. „Das sind alte Wirtshauslieder, aber Obacht – da steckt was drin“, so definierte Lachner den Begriff. Beim Volksmusikabend trugen Maria Popfinger sowie Hans und Maria Lachner mit wechselnder Begleitung und stets in passender Verkleidung diverse lustige Lieder in feinstem bayerischen Dialekt vor. So verspotteten sie beispielsweise als Bauern die Leute aus der Stadt, die das Landleben romantisieren und keine Ahnung vom harten Alltag der Bauern haben. In einem anderen Lieb mahnten Popfinger und Lachner als alte Jungfern die jugendlichen Mädchen davor, zu kokett und wählerisch zu sein und am Ende unverheiratet zu enden. Oder die Sänger zogen als Badegäste über die Leute in einem überfüllten Schwimmbad her, von den einer zu fett sei und nicht in die Duschkabine passe, der nächste „wie ein Röntgenbild“ aussehe und Angst haben müsse, im Abfluss zu verschwinden.

Neben den Couplets waren an diesem Abend traditionellerweise auch viele andere Volksmusikgruppen des Heimatvereins Markt Indersdorf im Programm zu hören. Die Auer Geig’nmusi spielte Zwiefache, bei der Heuwegmusi gab es zünftige Lieder auf Klarinette, Tuba, Quetsche und Gitarre. Das Trio Grod no erntete mit seinen fetzigen und schnellen Stücken auf Klarinette, Akkordeon und Kontrabass ebenso starken Beifall und Bravo-Rufe wie Robert Gasteiger für seine Zithersoli.

Außerdem brachte Hans Kornprobst die Gäste mit witzigen Texten und Geschichten, natürlich ebenfalls in Mundart, zum Lachen. Mit ziemlich deftigem Humor berichtete er vom Scheitern der guten Vorsätze in der Fastenzeit oder las eine Stelle aus Fritz Scholls Buch „Im Königreich Dachau“ vor, an der ein Coburger den oberbayerischen Dialekt fälschlicherweise als Chinesisch, Französisch oder Italienisch deutet.

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