Männer
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Starke Truppe (von links nach rechts): Adi Diepold, Bruno Hanusch, Georg Moser, Richard Baldauf, Ludwig Kroll, Leonhard Fischhaber, Toni Schöll, Erich Betz, Nick Fritz, Franz Klier und Gerhard Seemüller vor einem Freundschaftsspiel des TSV Indersdorf im Jahre 1957.

Historische Fotos wecken Erinnerungen bei ehemaligen Fußballern des TSV Indersdorf

„Das waren schöne Zeiten“

Indersdorf – Die historischen Fotos der Fußballabteilung des TSV Indersdorf wecken Erinnerungen. Viele der abgebildeten Vereinsmitglieder sind schon lange nicht mehr unter uns. Lorenz Plabst (Foto unten, obere Reihe links) ist noch einer, der sich auf Anfrage noch genau an den Tag erinnerte, wann das untere Foto entstanden ist. „Das war im Gasthaus Gschwendtner, bei einem Geburtstag vom Kaminkehrermeister Michi Bauer.

“ Bauer (untere Reihe 2. von rechts) führte über lange Zeit die Fußballabteilung des TSV Indersdorf.

Erich Betz, damaliger Torjäger des TSV, erinnert sich an nette Geschichten während seiner aktiven Zeit beim TSV Indersdorf. So zum Beispiel an ein Pokalspiel beim damaligen SC Dachau. „Wir waren als ranghöherer Verein natürlich klarer Favorit. Zur Halbzeit lagen wir aber 0:4 im Hintertreffen. Bauer kam fuchsteufelswild in die Kabine und schimpfte: ,Wenn ihr des Spiel verliert’s, dann fahr ich am Montag zum Verband und melde Euch ab.“ Betz ist sich nicht mehr ganz sicher, war es die Drohung von Bauer, oder die Zitronenstücke von Betreuer Rudolf Hanusch (untere Reihe 2. von links), die dieser in der Halbzeitpause immer verabreichte. Jedenfalls: „Wir gewannen das Match noch mit 5:4.“

Anlässlich eines Geburtstags entstand dieses Foto 1961 im Gasthaus Gschwendtner.

Die Mannschaft, die damals die Farben des TSV Indersdorf vertrat, hatte Qualität. Mit zu den Leistungsträgern gehörte Toni Schöll. Eine besondere Geschichte ist da in Erinnerung geblieben. Bei den Punktspielen fuhr Schöll immer schon früher als seine Mannschaftskollegen zum Spielort. Als der Rest der Mannschaft einmal bei einem Spiel in München eintraf, unterhielt sich Schöll recht intensiv im dortigen Biergarten mit einem Mann. Vor sich ein Bierglas. Kurz vor dem Anpfiff kam dann der Schiri zur üblichen Passkontrolle in die Kabine. Als er den Namen Schöll aufrief, schaute er kurz auf und meinte: „Sie können sich gleich wieder umziehen. Mit dem vorherigen Bierkonsum spielen Sie nicht.“ Der Mann im Biergarten war der Schiri gewesen.

Betz erinnert sich auch noch an eine andere Geschichte. Der TSV Indersdorf war zu einem Pokalturnier beim SV Sulzemoos eingeladen. Die Spiele verliefen nicht so, wie sich die Indersdorfer erhofft hatten. Als sie frühzeitig ausschieden, entdeckten sie im Gastraum den ersten Preis für den Sieger, einen prall gefüllten Geschenkkorb. „Denn haben wir mit einem Seil aus dem oberen Stock zum Parkplatz gehievt und mit nach Indersdorf genommen.“ Wie sich die Geschichte anschließend entwickelte, da macht Betz keine Angaben.

Plabst (92) denkt gerne an diese Zeit zurück: „Da war noch ein Zusammenhalt in der Abteilung.“ An Pfingsten stand immer ein gemeinsamer Ausflug auf dem Programm. Immer mit Busunternehmer Siegfried Schilcher (zweite Reihe, 4. von links mit der obligatorischen Zigarre).

Faschingsbälle waren damals ein beliebter Treffpunkt für die Mitglieder, ebenso wie Weihnachtsfeiern, immer gestaltet von der Jugendabteilung des Vereins. Plabst: „Das waren schöne Zeiten.“

Walter Hanusch

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