Säule
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Der Bereich an der Freisinger Straße soll umgestaltet werden: Die Säule soll an die Stelle eines Brunnens kommen.

Gemeinde Indersdorf will Bereich am Unteren Markt mit Figurengruppe aus Bronze aufwerten

Der Sauzipfe bekommt ein neues Gesicht

  • vonChristiane Breitenberger
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Indersdorf – Wenn während der Pandemie schon keine Urlaube möglich sind, ist es wenigstens toll, wenn die Heimat – noch – schöner wird. Das waren zwar nicht die Überlegungen des Indersdorfer Verschönerungsvereins, als er sich Gedanken über den Unteren Markt in Indersdorf machte: aber: Es passt. Die Mitglieder des Verschönerungsvereins überlegen nämlich schon sein Längerem, wie man den Bereich am Unteren Markt umgestalten und attraktiver machen könnte.

Auch einige Gemeinderäte äußerten in den vergangenen Jahren immer wieder den Wunsch dafür.

Wie der Bereich umgestaltet werden soll, das stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine örtliche Künstlerin vor. Dafür gab es von allen Gemeinderäten: Applaus!

Was nicht besonders viele Indersdorfer wissen dürften: Der Bereich beim Brunnen am Unteren Markt wird umgangssprachlich von manchen Älteren „Sauzipfe“ genannt. Warum das genau so ist, daran soll beim umgestalteten Platz später einmal eine Tafel erinnern. „Aber da müssen wir erst noch genau recherchieren“, sagte Geschäftsleiter Klaus Mayershofer nach der Sitzung auf Nachfrage. Er erklärte: „Es soll hier wirklich ein toller neuer Bereich entstehen, der optisch einiges hermacht.“ Für die Optik des Schmuckstücks ist die Indersdorfer Bildhauerin Ingrid Gottschalk zuständig. Sie hat für den Platz eine ganz spezielle Figurengruppe designt – passend zum Namen Sauzipfe. Ein Modell davon zeigte sie am Mittwochabend in der Sitzung. Es zeigt einen Schweinehirten und drei süße Schweinchen. Die Gemeinderäte waren einstimmig begeistert von dem Modell. Später soll das ganze „ungefähr in Lebensgröße den Platz zieren“, so Mayershofer. Die Figuren werden dafür in Bronze gegossen und sollen recht stabil sein, so, dass „vielleicht sogar Kinder mal auf den Schweinchen sitzen werden“, schwärmte der Geschäftsleiter.

Der Plan ist, den Brunnen, der heute auf der anderen Straßenseite vom Schuhaus Nißl an der Freisinger Straße steht und der ohnehin nicht mehr in Betrieb ist, zu entfernen. In dessen Stelle soll eine Säule versetzt werden, die ebenfalls in diesem Bereich steht. An die Stelle der Säule kommen dann die neuen Figuren. Zudem soll der Platz „etwas umgestaltet werden, auch mit einer Sitzgelegenheit“, erklärte Mayershofer. Die Gemeinderäte berieten sich bereits im Vorfeld in einer nichtöffentlichen Sitzung über das Projekt und waren nun in der Sitzung alle dafür.

Das Besondere an den Figuren: Ingrid Gottschank verzichtet komplett auf ihr Honorar als Künstlerin. Sie arbeitet in diesem Fäll völlig ehrenamtlich für die Gemeinde, die so nur die Materierialkosten zu tragen hat. Ein Bericht mit der Künstlerin über das Projekt „Schweinehirte mit Schweinen“ folgt.

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