Nach einem Corona-Ausbruch am Indersdorfer Kindergarten St. Vinzenz sind dort vier von sechs Gruppen geschlossen.
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Nach einem Corona-Ausbruch am Indersdorfer Kindergarten St. Vinzenz sind dort vier von sechs Gruppen geschlossen.

Aktuell vier Gruppen geschlossen

Nach Corona-Ausbruch in Indersdorfer Kindergarten: Die Eltern sind vorsichtig und warten erstmal ab

  • Torge Wester
    vonTorge Wester
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Die britische Mutante des Coronavirus dürfte einen großen Anteil am Ausbruchsgeschehen im Indersdorfer Kindergarten St. Vinzenz haben. Die zuletzt wieder steigende Zahl der Infektionen im Landkreis geht zu zwei Dritteln auf die britische Virusmutante zurück, sagt Wolfgang Reichelt, Pressesprecher des Landratsamts.

Indersdorf/Landkreis ‒ Zwar laufen die Untersuchungen noch, aber Reichelt geht davon aus, dass das Ergebnis bei den Infizierten in der Kita in Indersdorf ebenso ausfallen wird.

Vier der sechs Gruppen wurden nach der Wiederöffnung am Montag gleich wieder geschlossen, erklärte gestern Matthias Haack, Pressesprecher des Franziskuswerks (FWS) als Träger des Kindergartens an der an der Propst-Morhardt-Straße. Die anderen beiden Gruppen habe man vorsorglich zunächst ebenfalls geschlossen, sie wurden am gestrigen Mittwoch wieder geöffnet. Die Eltern seien aber vorsichtig und würden wohl abwarten, glaubt Haack, denn pro Gruppe waren nur etwa fünf Kinder da. Das entspreche in etwa auch der Belegung während der zurückliegenden Notbetreuung. 14 Kinder, vier Mitarbeiter und 17 Familienmitglieder waren am Dienstag, wie berichtet, positiv getestet worden.

Anfang des Jahres hatte es ja im Franziskuswerk in Schönbrunn selbst einen größeren Ausbruch gegeben, insgesamt etwa 80 Bewohner und ebenso viele Mitarbeiter hätten sich damals infiziert, erklärt Haack (wir berichteten). „Das spiegelt in etwa die gesellschaftliche Entwicklung wieder“, sagt der Sprecher des FWS, das derzeit rund 1500 Mitarbeiter und ebenso viele Bewohner verzeichnet. Im Übrigen hofft man im Franziskuswerk, „dass die Impfungen bald weitergehen“, betont Haack. Denn mit 86 Prozent sei die Impfquote zwar bei den Bewohnern schon recht gut, aber mit 53 Prozent sei erst gut die Hälfte der Mitarbeiter geimpft.

Bis zum Astrazeneca-Stopp sei man gut vorangekommen mit dem Impfen, auch dank der Werbetrommel, die man intern gerührt habe. Haack: „Wir haben eine regelrechte Kampagne am Laufen.“ Mit dem bundesweiten Stopp des Impfstoffs Astrazeneca wegen des Verdachts auf relevante Nebenwirkungen „wird natürlich auch bei unseren Mitarbeitern das Vertrauen nicht größer“, so formuliert es der Pressesprecher.

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