Erika Moor Stefan Moor VdK
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Powerduo: Erika Moor (links) wird heute 75. Sie möchte gerne noch einige Jahre zusammen mit ihrem Mann Stefan den VdK-Ortsverband Indersdorf führen.

Die Moors haben noch viel vor

  • vonJosef Ostermair
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Am heutigen 14. Dezember feiert Erika Moor aus Indersdorf ihren 75. Geburtstag. Sie ist die Vorsitzende des VdK-Ortsverbands und hätte ihr Wiegenfest gerne im Kreise ihrer VdK-Familie feiern wollen, doch die Corona-Pandemie lässt dies leider nicht zu, sodass ihr nur ihr Mann Stefan und die erwachsenen Kinder Elisabeth und Stefan zuprosten können.

Indersdorf – Die Jubilarin ist mit Leib und Seele VdK-Chefin und hat es durch ihr Engagement geschafft, den Ortsverband grandios auszubauen. Die Moors sind gemeinsam 2002 dem VdK beigetreten. Weil sie schon immer ehrenamtlich und sozial für die Gesellschaft tätig sein wollte, hatte Erika Moor 2008 das Amt der Frauenbeauftragten übernommen, bis man sie am 1. Septembert 2009 zur Vorsitzenden des Indersdorfer Ortsverbands wählte. Seitdem führen Erika und Stefan Moor das Amt an der Ortsverbandsspitze im Tandem aus, denn der Ehemann ist der Stellvertreter seiner Gattin.

Als die Moors 2009 den Verein übernommen hatten, waren es 350 Mitglieder, doch in all den Jahren kamen neue hinzu, so dass der Indersdorfer VdK nun auf 737 Mitglieder angewachsen ist. Dieser enorme Zuwachs beruht nicht nur auf dem offenen Ohr, das die Moors stets haben, wenn es um soziale Fragen geht. Die beiden führen den VdK wie eine Großfamilie, und das schätzen die Mitglieder.

So fiel es der rüstigen Vorsitzenden enorm schwer, dass heuer die vielen von ihr eingeführten Veranstaltungen und Aktionen wegen Corona nicht durchgeführt werden konnten. Im Normalfall veranstalten die Moors für die Mitglieder jährlich zwei Ausflüge, einen Hoagarten im Frühjahr in Weichs, mehrere Treffen in gemütlicher Runde auf dem Bumbaur-Hof und die wohl besucherstärkste Weihnachtsfeier im Doll-Saal in Ried. Schon seit mehreren Jahren gibt es keinen Volksfesteinzug, ohne dass der VdK mit seinem Taferl vertreten ist.

Weil Erika Moor zu den Fachleuten im VdK-Kreisverband und zur Kreisgeschäftsstelle einen guten Draht hat und Hilfesuchenden gerne beiseite steht, hat man ihr schon den Spitznamen „Mutter Teresa“ gegeben.

„Dass mir das Helfen im VdK so großen Spaß macht, hätte ich mir am Anfang nicht träumen lassen. Aber ich tue es nach wie vor gerne“, so die gebürtige Dachauerin, die ihre ersten beiden Lebensjahre in einem Kinderheim verbringen musste. Danach kam sie zu Pflegeeltern in den Indersdorfer Ortsteil Karpfhofen. Die gelernte Näherin, die zeitweise auch in der Gastronomie arbeitete, ist mit ihrem Stefan 55 Jahre verheiratet – und die beiden harmonieren nach wie vor gut. Während die vielen Geburtstagsbesuche von Mitgliedern meist die Sache von Erika sind, ist Ehemann Stefan gefragt, wenn Abschiedsreden an den Gräbern von Mitgliedern zu halten sind oder am Volkstrauertag Kränze niedergelegt werden.

Wegen Corona konnte der VdK heuer ja keine Haussammlungen durchführen. Dass die Bürger aus der Marktgemeinde und der Nachbargemeinde Weichs im Rahmen der VdK-Sammelaktion „Helft Wunden heilen“ dennoch großzügig spendeten, ist Erika Moors größte Geburtstagsfreude, „weil wir damit Bedürftige aus unserer Heimat und darüber hinaus unterstützen können“, so die temperamentvolle Vorsitzende. Wichtig ist ihr auch die gute Zusammenarbeit mit dem ganzen Vorstand.

Mächtig stolz auf Oma und Opa sind die beiden Enkelkinder Florian (27) und Marina (22), die den beiden zutrauen, sich noch viele Jahre für den VdK zu engagieren.

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