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Ein Jahr lang muss die Grund und Mittelschule auf die angrenzende Turnhalle verzichten. Die 40 Jahre alte Dreifachturnhalle wird ab 2018 saniert. 

Generalsanierung der Turnhalle der Grund- und Mittelschule in Indersdorf

Ein Jahr lang kein Sport in der Halle

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Gerade der Zustand der Duschen und der Umkleiden ist mehr als dürftig. Auch deshalb wird die 40 Jahre alte Turnhalle der Indersdorfer Grund- und Mittelschule generalsaniert. Gut ist: Nach der Sanierung ähnelt der Zustand des Gebäudes wieder einem Neubau. Schlecht ist: Die Halle kann ein Jahr nicht für den Sportbetrieb genutzt werden.

Indersdorf– Wohl im Mai oder Juni kommenden Jahres soll es losgehen. Die Arbeiten für die Generalsanierung der Dreifachturnhalle der Indersdorfer Grund- und Mittelschule beginnen, sofern alles nach Plan läuft. 2019 zum Schulanfang soll alles fertig sein. Das große Problem dabei: Während der Bauphase wird in den Hallen kein Sportbetrieb möglich sein. Kein Schulsport, kein Vereinssport.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Wolfgang Eichenseher, Bauingenieur und Stadtplaner vom gleichnamigen Ingenieurbüro, das Vorhaben vor. Bereits im November vergangenen Jahres informierte Eichenseher die Schulverbands-Mitglieder detailliert über das Projekt (wir haben ausführlich berichtet). Die Dreifahrturnhalle aus dem Jahr 1973 soll komplett saniert werden. „Da kommt alles raus. Nur der Rohbau bleibt. Den Rest machen wir neu“, sagte Eichenseher jetzt.

In der Halle sollten die Beleuchtung, die Trennwände und die Böden erneuert sowie eine Fußbodenheizung eingebaut werden. Neue Sportgeräte soll es ebenfalls geben. Noch eine gute Nachricht: Die neue Halle soll barrierefrei werden. Auch im Bereich der sanitären Anlagen wird bei Eichensehers Bericht schnell deutlich: Eigentlich muss alles erneuert werden. Toiletten, Duschen, Umkleiden, sogar die Leitungsnetze – alles muss raus. Der jetzige Zustand ist so mies, „das muss man nicht weiter erklären und kommentieren“.

Das Thema, das vielen unter den Nägeln brennt, seit die Sanierung bekannt ist: Wie siehts es mit dem Sportbetrieb aus? Eichenseher hatte diesbezüglich keine guten Nachrichten: „Die Halle muss während der Arbeiten komplett gesperrt werden. Das ist während des laufenden Betriebs nicht zu machen.“ Die Rede ist von einer Bauzeit von 13 bis 15 Monaten. „Allein wegen der Verkehrssicherheit“, könne nicht einfach ein Hallenteil für Sport feigegeben werden. „Baubeginn ist in den Pfingstferien denkbar“, sagte der Planer, also Juni 2018. Die Gemeinde hat zwar noch keine Lösung, beschäftigt sich aber derzeit mit dem Hallenproblem. Auf Nachfrage am nächsten Tag erklärte Indersdorf Geschäftsleiter Klaus Mayershofer: „Wir diskutieren in viele Richtungen. Wir haben uns bei den Nachbarkommunen erkundigt und klären, wie weit die anderen Hallen in Indersdorf den Schul- und Vereinssport auffangen können.“ Mayershofer betont: „Der Schulsport hat Priorität.“

Aus vergleichbaren Maß- nahmen hochgerechnet, geht Wolfgang Eichenseher von Gesamtkosten von vier bis fünf Millionen Euro aus. „Das sind immer rund 75 Prozent der Neubaukosten, es bleibt ja nur der Rohbau stehen“, erklärte der Ingenieur. Eine neue Halle kostet zwischen 6 und 6,5 Millionen Euro. Bürgermeister Franz Obesser prognostiziert sogar eine Kostensteigerung: „Jeder weiß, wie sich die Baukosten in den letzten Jahren entwickelt haben.“ Klaus Mayershofer rechnet mit einer Förderung von etwa 35 Prozent. Nach der Sanierung soll die Halle laut Eichenseher den Nutzungszyklus eines Neubaus haben: 2057 stünde die nächste Sanierung an.

Ob das Hallenbad durchgängig während der Maßnahme geöffnet bleiben kann, konnte Eichenseher noch nicht sagen.

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