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Das Team der Indersdorfer Jugendarbeit: Nevyana Bogdonova und Sebastian Jaeger 

Indersdorfer Jugendarbeit zieht im Ausschuss Bilanz

Eine wichtige Anlaufstelle für die Jugend

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Indersdorf - Schwangere Minderjährige, Bewerbungssorgen, Kinderbetreuung, Gewaltprävention auf Großveranstaltungen – die Themenvielfalt, mit der das Team der Indersdorfer Jugendarbeit konfrontiert ist, ist immens. Zudem setzt das Team auf ein flexibles Programm. Um ständig attraktiv zu bleiben, kreiert es ständig neue Angebote.

Was das Thema Jugendarbeit angeht, hat Bürgermeister Franz Obesser einen festen Partner an seiner Seite, den er nicht mehr missen möchte. Das Team des Zweckverbandes Kinder und Jugendarbeit mit Sebastian Jaeger (36) und Nevyana Bogdanova (34). Die beiden kümmern sich seit Jahren um die gemeindliche Jugendarbeit. Ohne ihren guten Draht zu vielen Jugendlichen in der Gemeinde gäbe es vor Ort viele Probleme, betonte Obesser in der jüngsten Jugendausschusssitzung.

Franz Obesser denkt dabei zum Beispiel vor allem an Indersdorfer Großveranstaltungen wie den Faschingszug oder das Volksfest. „Das sind für mich die besten Beispiele, die zeigen, da habt ihr ein gutes Händchen. Das ist weit mehr als – ,ich mach hier Ferienbetreuung’ – das ist hochprofessionell. Hut ab“. Er spielt darauf an, dass diese Veranstaltungen im Großen und Ganzen immer sehr friedlich verlaufen, weil das Team der gemeindlichen Jugendarbeit stets vor Ort ist. Sebastian Jaeger pflichtete ihm bei: „Am Volksfest hatten wir heuer einiges zu tun, Fasching war etwas entspannter.“

Allein in puncto Ferienbetreuung übernimmt das Team der Kinder und Jugendarbeit in Indersdorf einen großen Teil. Zweimal im Jahr gibt der Zweckverband Kinder und Jugendarbeit ein Programmheft heraus, allein bis jetzt wurden im Jahr 2016 300 Kinder betreut. Sie können heuer aus 70 verschiedenen Angeboten wählen. Dabei setzt das Team auch auf die Vernetzung mit örtlichen Vereinen. Nevyana Bogdanova erklärt: „Für Kinder und Eltern ist es praktisch, wenn wir vieles hier direkt am Ort anbieten können.“ Partner wie die Indersdorfer Modellflieger, das BRK, der Bund Naturschutz und viele andere bereichern das Angebot. Das Team des Zweckverbandes für Kinder und Jugendliche veranstaltet aber auch viele Ausflüge. Um das lokale Angebot zu stärken, freut sich Bogdanova über Interessenten: „Wir suchen noch Partner für unser Herbst/Winterprogramm, mit denen wir Programme vor Ort anbieten können.“

Selbstredend ist das Jugendzentrum im Gewerbegebiet eine Hauptwirkungsstätte der beiden Jugendarbeiter. Hier bieten sie für Kinder ab sechs Jahren einen geschützten Raum. Wer ein Problem hat, findet kompetente, vertrauenswürdige Ansprechpartner. Bewerbungsschwierigkeiten, Kriminalität, Mobbing und Probleme mit den Eltern sind zum Beispiel Themen, die Jugendliche beschäftigen. „Auch Schwangerschaft bei Minderjährigen war heuer ein großes Thema“, ergänzt Nevyana Bogdanova. Hier vermitteln die Jugendarbeiter oft zwischen Betroffenen und Fachstellen.

Zudem ist das Team immer wieder bei sogenannten Brennpunkten vor Ort. „Ich schaue immer wieder am Bahnhof oder am Wasserturm oder am Freizeitgelände vorbei“, sagt Bogdanova. Probleme wie Lärm oder Müll gebe es an diesen Stellen keine mehr. „Gerade das Freizeitgelände ist so sauber, wie ich es vorher nie für möglich gehalten hätte.“ Für Bürgermeister Franz Obesser liegt der Grund dafür auf der Hand: „Wir haben dort keine Probleme, eben weil ihr dort immer vorbeischaut.“

Die Angebote beim Jugendzentrum werden nicht zuletzt so gut genutzt, weil das Team ständig versucht, auf die aktuellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu reagieren. Weil es für Jüngere vor Ort kaum eine Möglichkeit gab, untereinander Fasching zu feiern, „haben wir zusammen eine Faschingsparty für die Dritt- und Viertklässler der Grundschule organisiert“, sagte Nevyana Bogdanova. Zudem sind einige Neuheiten geplant: Es soll eine Halloweenparty geben, feste Kinoabende, eine Kinderdisco und ein Projekt, bei dem Senioren und Jüngere zusammenkommen. Zudem hat Sebastian Jaeger etwas Großes vor: Er will eine Tradition starten, ein Event bei dem viele Indersdorfer zusammenarbeiten, etwas, das es bis jetzt noch nicht vor Ort gibt. „Wir haben zwar das Volksfest und den Faschingsumzug, aber ich habe das Gefühl, das fehlt noch was.“ Jaeger denkt etwa an ein Festival mit lokalen Nachwuchsbands. Auf alle Fälle soll es in Zusammenarbeit entstehen – zum Beispiel mit den Burschenvereinen.

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