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In einem denkbar schlechten Zustand ist der Aufenthaltcontainer der Ainhofer Feuerwehr.

Ainhofer Wehr bekommt neuen Aufenthaltscontainer

Feuerwehr braucht Ersatz für maroden Raum

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Feucht, schimmlig, durchgerostet. Der Zustand des Aufenthaltscontainers der Ainhofer Feuerwehr ist grausig. Deshalb muss jetzt dringend Ersatz her. Die Feuerwehrler fordern aber kein neues Haus – ein neuer Container tuts auch. Das erspart der Gemeinde viele Sorgenfalten.

Ainhofen – Werner Scheib erinnert sich noch gut, als er zum ersten Mal gehört hat, wieviel der Bau für das neue Feuerwehrhaus in Niederroth kosten soll. Ein ganz einfacher Bau, nach den aller niedrigsten Standards. Die Rede ist von einer Million Euro. „Als ich das gehört hab’ bin ich so erschrocken, dass mir klar war, das geht für Ainhofen nicht“, sagte Gemeinderat und Feuerwehrkommandant aus Ainhofen, Werner Scheib.

Das Ainhofer Feuerwehrhaus für das Fahrzeug mit dem alten Container neben an.

Doch Scheib braucht für seine Kammeraden von der Ainhofer Wehr eine Lösung. Der Container, den sie als Aufenthaltsraum nutzen, ist mittlerweile 30 Jahre alt. Er schimmelt, ist feucht und durchgerostet. Zudem gibt’s im Moment nur eine Toilette – für Männer und Frauen. Das muss sich ändern.

Deshalb hat Scheib im Namen seiner Feuerwehr einen Antrag an die Gemeinde gestellt. Er bittet darum, den alten Container auszutauschen. Dem standen alle Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung sehr aufgeschlossen gegenüber. Kein Wunder. Ein neuer Container kostet im Vergleich zu einem neuen Gebäude nur einen minimalen Bruchteil. Nach dem Schock, was die Gemeinde für das neue Haus in Niederroth aufbringen muss, also eine angenehme Möglichkeit für Ainhofen. Philipp Blumenschein (CSU) freut sich über die Lösung: „60 Quadratmeter können wir nicht billiger schaffen als so. Ich find das toll, dass die Feuerwehr sagt, ’damit kommen wir aus’.“

Etwa 55 000 Euro soll die neue Containerlösung kosten, 15 000 Euro sind dafür bereits im Haushalt vorgesehen. Drei Container werden so positioniert, dass sich Aufenthaltsraum, Toilettenanlage und ein kleines Büro ergeben. Da es sich nur um einen Aufenthaltsraum handelt, – das Fahrzeug ist anderweitig untergebracht - sind in diesem Fall auch die Auflagen nicht so groß wie im Fall Niederroth.

Einen positiven Nebeneffekt, ganz unabhängig vom Feuerwehrgeschäft, könnten die neuen Container auch noch haben: „Wir könnten dort das neue Wahllokal einrichten, nachdem es keine Wirtschaft mehr im Ort gibt“, sagte Scheib in der Sitzung.

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