Hier sieht das Straßenbauamt ein Problem: Bei der Zufahrt von der Staatsstraße Richtung Indersdorf über den Eichenweg ins geplante Neubaugebiet.

Probleme bei neuem Baugebiet

Gemeinde ärgert sich über Straßenbauamt

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Es hätte nur ein harmloses Treffen im Straßenbauamt werden sollen – doch was Bürgermeister Franz Obesser dort zu hören bekam, hat ihn ziemlich schockiert. Es gibt Probleme beim Baugebiet Eichenweg, das Wohnraum für rund 100 Leute schaffen soll.

 Inderdorf– Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser redete in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwochabend nicht lange um die schlechten Nachrichten herum. Was er zu sagen habe, sei „wenig erfreulich“.

Es gibt Probleme bei einem der neuen Baugebiete, die Indersdorf ausweisen will, um Wohnraum zu schaffen. Die Planungen wurden Ende Oktober im Gemeinderat vorstellt und für gut befunden (wir haben berichtet).

In der neuen Siedlung zwischen Bahnline und Staatsstraße 2050 am nordöstlichen Rand von Niederroth sollen 41 Wohneinheiten entstehen. Zudem wird das Baugebiet mit einer grünen Mitte aufgelockert und optisch in einen West- und einen Ostteil getrennt. Geplant sind Einfamilien- oder Doppelhäuser, die mit Doppelgaragen ausgestattet werden.

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens an der Staatsstraße Richtung Indersdorf wollte die Verwaltung vom Straßenbauamt prüfen lassen, ob eine Links-Abbiegespur in den Eichenweg möglich ist.

Anfang dieser Woche hatten nun Bauamtsleiter Erich Weisser und Franz Obesser einen Termin beim Straßenbauamt. „Eher ging es nicht wegen der Personalsituation dort“, sagte Obesser. Dort sollte es eigentlich nur um die Gestaltung der Zufahrt von der Staatsstraße in den Eichenweg gehen. Doch was die Sachbearbeiter im Straßenbauamt zu sagen hatten, „das hat mich schwer schockiert“, sagte Franz Obesser am Mittwochabend seinen Gemeinderatskollegen. Denn das Straßenbauamt stellte die Zufahrt als solche in Frage. Das Verkehrsaufkommen auf die Staatsstraße würde sich mit dem neuen Baugebiet zu sehr erhöhen – vereinfacht gesagt. „Nur dank der eindringlichen Appelle von unserm Bauamtsleiter und den vielen Argumenten, die er vorgebracht hat, hat sich das Straßenbauamt doch noch erweichen lassen“, sagte Obesser.

Das heißt aber keinesfalls, dass das Thema vom Tisch ist. Das Staatliche Bauamt ist erstmal bereit, die Zufahrt aus dem Eichenweg zu prüfen und verlangt die ohnehin angedachte Abbiegespur sowie eine Querungshilfe. Dazu ist es nötig, die Straße neben der Abbiegespur rund 70 Meter vor und nach der Einfahrt zu verziehen. Wenn die Planungen angepasst sind, muss ein Sicherheitsaudit durchgeführt werden – also eine Prüfung der Planung von einem unbeteiligten Fachplaner. Jetzt muss die Gemeinde warten, bis das Sicherheitsaudit abgeschlossen ist. So lange ruht die Planung.

Obesser ist zudem enttäuscht von einer Aussage des Straßenbauamts: „Sie seien nicht für den Siedlungsdruck und Entstehung von Wohnraum verantwortlich. Die Aufgabe von Staatsstraßen sei es nicht, Siedlungsverkehr aufzunehmen“. Obesser ist alles andere als erfreut: „Wie sollen wir denn so zeitnah Wohnraum schaffen?“

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