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Das Getreide steht gut da: Davon konnten sich 60 Landwirte im Versuchsfeld des Brettmeisters von Gundackersdorf überzeugen. Getreide-Experte Andreas Kapfinger (im Vordergrund) stand dabei Rede und Antwort.

Ackerführung in Gundackersdorf

Der Mais hat eine Vormachtstellung

Der Mais hat bei den Landwirten aus dem Hinterland eine Vormachtstellung. Bei einer Feldführung haben sie erfahren, wie das Getreide das Jahr überstanden hat. 

Gundackersdorf – Das Versuchsfeld des Landwirts Michael Brummer aus Gundackersdorf liefert den Beweis: Der Mais hat die extreme Hitze und Trockenheit in den vergangenen Monaten Juni und Juli gut überstanden. Davon konnten sich die 60 Maisanbauer aus dem nördlichen Landkreis bei der Sorten-Demonstration des Saatgutherstellers RAGT-Saaten überzeugen.

Fachberater Andreas Kapfinger zeigte auf, dass 2017 ein extrem schwieriges Aussaatjahr war: Denn zur Aussaatzeit war es acht Wochen extrem kalt, und immer wieder fiel Regen. Bauern, die ihren Mais schon vor Ostern angebaut hatten, mussten teilweise nachsäen oder ihren Mais komplett neu anbauen. Landwirte, die heuer später gesät haben, können dagegen auf gute Erträge hoffen. Denn dieser Mais konnte die Trockenheit zur Jahresmitte gut wegstecken.

„Sowohl beim Körnermais, Silomais und dem Mais für die Biogasnutzung werden die Erträge mindestens mittelmäßig sein“, sagte Kapfinger. Beim Getreide, das auf Kiesböden wächst, würden die Ertragsausfälle höher sein.

Ein weiterer Vorteil, wenn die Bestände gesund sind: Die Maisbauern brauchen weniger Spritzmittel. Jedoch kritisierte Kapfinger die seit Juni gültige Düngeverordnung. Die Landwirte müssten zwar durchschnittlich 30 Kilogramm weniger Stickstoff düngen, „was zwar der Umwelt guttut, aber für den Betrieb Ertragseinbußen bedeutet“. So sprach Kapfinger von praxisfremden Vorschriften.

Der Saatguthersteller RAGT-Saaten hat heuer erstmals mit dem Vertrieb von Raps begonnen und den Feldtermin genutzt, um die eigenen Produkte vorzuführen. Die Landwirte konnten sich davon überzeugen, dass die Sorte „Trezzor“ auf dem Nachbarfeld gut gedeiht.

Nach der Feldführung diskutierten die Landwirte im Gasthaus Wackerl in Arnzell mit Kapfinger, zum Beispiel über die Weizensorte „Reforma“, die mit Abstand beliebteste Sorte in Deutschland. Kapfinger berichtete auch über die neuesten Entwicklungen im Bereich Sojaanbau. Der Mais habe bisher eine Vormachtstellung bei den Landwirten im Hinterland.

Von Josef Ostermair

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