Glonner Sautrogrennen

Der Goaßmaß-Express war am schnellsten

Es ist und bleibt ein besonderes Gaudium in der Marktgemeinde Indersdorf: das Glonner Sautrogrennen, das bereits zum sechsten Mal von der Glonner Jugend auf dem Mühlbach veranstaltet wurde.

Glonn – Heuer gab es zwar eine kleine Panne, als im dritten Durchgang die Startrampe brach, aber das tat der tollen Stimmung bei den 250 Zuschauern des Sautrogrennens keinen Abbruch. Deswegen das Rennen zu stoppen, kam deshalb gar nicht in Frage, man setzte den Wettbewerb eben ohne Rampe fort, was nur zu einer kleinen Verzögerung führte, weil Teile der abgebrochenen Rampe dem Publikum zusätzlich ein kleines Floßrennen lieferten.

Dass es sich gelohnt hat, die Akteure in ihren sautrogähnlichen Kisten anzufeuern, können die 30 Fans des Goaßmaß-Express behaupten, den Hans-Jürgen Schulmayr und Tom Weber steuerten, denn die beiden konnten sich im Schlussdurchgang souverän durchsetzen. Martin Bickl überreichte den Siegern den großen Wanderpokal, den die Vorjahres-Sieger Thomas Ebner und Florian Conrad, die auf dem siebten Platz landeten, trotz aller Anstrengungen nicht verteidigen konnten.

Mit ihrer wunderschönen „Aida“ kamen Lorenz Hecht und Peter Furtmayr auf den zweiten Platz. Am drittschnellsten bewältigten Matthias Wallner und Martin Bickl die 500 Meter auf dem Mühlbach. Was die Zuschauer am meisten freute, waren aber die Starts von der Rampe aus, die bei vielen Sautrog-Kapitänen bereits mit einem Sturz ins kühle Naß begannen und eine kräftige Abfrischung bedeuteten. Wahnsinns-Stimmung herrschte natürlich auch bei der Siegerparty, die in einem Zelt auf den Glonner Stockbahnen stattfand. Da zeigte sich dann deutlich, dass es jedes Jahr neue und jüngere „Kapitäne“ gibt, die sich dieses Gaudium nicht entgehen lassen wollen.

Zu schnell für den Rest waren (v.l.) Hans-Jürgen Schulmayr und Tom Weber vom Team Goaßmaß-Express.

Heuer waren es immerhin 22 sautrogähnliche Schiffe, die zum Teil lustig bemalt waren. Aber nicht nur die originellen Tröge, auch deren Steuermänner und -frauen boten ein buntes Bild. Nicht zu übersehen waren die als Eichhofener Froschkönige gestarteten Tino Reiter und Erwin Goldstein, die in der Schlussabrechnung aber in ihrer „MS Uihof“ über den 18. Platz nicht hinauskamen.

Auch mehrere Damen wagten sich in ihren tollkühnen Kisten in den Mühlbach. Vroni Bickl entschied sich zusammen mit ihrem Musikerkollegen Ernst Schneiderbauer für einen Start im Sautrog. Am Ende war den beiden Platz zehn sicher.

Als jüngstes Glonner Ehepaar, das erstmals einen Sautrog teilte, wurden Sabine und Christoph Ziegltrum vorgestellt. Die beiden erlitten aber „Schiffbruch“, und so reichte es nur für den 19. Platz. Etwas besser erging es da dem Rettungs-Sautrog der Indersdorfer Feuerwehr, der auf dem achten Platz am Ziel an der Hohenesterbrücke einfuhr. Wiederum lustig war es, als „Dick und Doof“ als Vorletzte an Land gingen und der Lautsprecher mit dem Lied „Wunder gibt es immer wieder“ die Letzten, nämlich die in Musiker-Kleidung gestarteten Marco Ehnig und Michael Zeidlmeier am Ziel empfing. Schlechte Laune hatte nach dem Rennen aber niemand.

Josef Ostermair

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