Bald soll es wieder ein Fest am Indersdorfer Freizeitgelände geben: das erste Glonntal Open Air 

1. Glonntalfestival in Indersdorf

Das große Festival für Mitmacher 

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Konzerte, Flohmarkt, Bars, Badepool, Graffiti-Workshop, Kinderprogramm und vieles mehr. Das alles erwartet die Besucher des 1. Glonntal Festivals am Indersdorfer Freizeitgelände. Möglich ist das nur, weil einer eine Idee hatte und viele sofort mitmachen wollten. Es soll der Anfang einer Tradition sein.

Indersdorf– Für ihn war von Anfang an klar: Da will ich mich einbringen. Dieses Fest will ich bereichern. Als Kevin Campisi zum ersten Mal in einer Facebookgruppe gelesen hatte, dass jemand ein Festival von Indersdorfern für Indersdorfer organisieren will, war es, als hätte er etwas gefunden, nach dem er schon lange gesucht hat. „Das hat mir sofort gefallen. Ich hab schon seit Langem drüber nachgedacht, wo man in Indersdorf ein Fest machen könnte – deshalb war klar, dass ich da mitmachen will.“

Sie sind einige der Mitmacher beim 1. Sommer Open-Air: Kevin Campisi, Basti Jaeger, Andreas Engelhardt, Anna-Maria Schnatterer, Herbert Forche (v.l.).

Und das ist genau das, was sich Indersdorfs Jugendarbeiter Sebastian Jaeger gewünscht hat. Er wollte ein Fest ins Leben rufen, bei dem sich jeder, der Lust hat, einbringen kann. Ein Fest mit ganz speziellem Indersdorfer Charakter. Ein Fest für Jung und Alt. Jaeger legte ein paar Eckpunkte fest, übernahm die Verhandlungen mit der Gemeinde und suchte: Mitmacher. Mitmacher für das erste Glonntalfestival. Mittlerweile hat er eine ganze Menge gefunden – eine völlig gemischte Truppe, von der alle das Festival mit etwas anderem bereichern wollen. Burschenvereine, Eishockeyfans, die Landfrauenvorsitzende, Musikliebhaber, Kirchengruppe, BRK, Baseballer und viele mehr – egal wie verschieden die Interessen sonst sind, für das Fest helfen alle zusammen.

So wie der Indersdorfer Kevin Campisi. Der 32-Jährige hat beruflich mit jungen Musikern zu tun. Deswegen wollte er sich um die Auftritte der Bands auf dem Open Air kümmern. „Und weil alle Bands die Grundidee dieses Festivals so gut fanden, verzichteten sie auf eine Gage.“ Allein Fahrt- und Verpflegungskosten wollten sie gedeckt haben. Aber wenn viele mit der gleichen Einstellung an einem Strang ziehen, kommt was Großes dabei raus. „Das wird ein super Projekt“, ist sich Campisi sicher.

Auch Herbert Forche fand die Idee super. „Ich hab’ von der Idee zu dem Fest in der Zeitung gelesen. Da war ich sicher: Da will ich mitmachen“. Forche wird sich mit einem Grillstand und einer Cocktailbar beteiligen – ein Teil der Einnahmen geht an die Jugendarbeit. „Ich find’ es super, wenn sich in Indersdorf was rührt. Das ist wichtig für den ganzen Ort und die Gemeinde“, sagt Forche. Der 32-Jährige ist überzeugt: „Sowas funktioniert nur, wenn sich viele zusammentun.“

Das dachten sich auch die Jungs von den Outback-Supporters. Als sie in den Dachauer Nachrichten von dem Fest lasen, summte schnell beim Vereinschef das Handy: „Warum machen wir da nicht mit?“ Der 29-jährige Andreas Engelhardt meldete sich gleich bei Sebastian Jaeger, jetzt ist der Fanclub des EHC Red Bull München für einen Großteil des Programms verantwortlich. Sie kümmern sich um Steckerlfisch, Fischsemmeln, ein großes Zelt, den Bierverkauf und Dosenschießen mit Eishockeyschlägern für die Kinder. Engelhardt ist von dem Konzept des Festivals begeistert und überzeugt: „Das wird mit Sicherheit der Auftakt einer langen, tollen Tradition.“ Wenn sich viele verschiedene Leute einbringen, komme sicher etwas Besonderes raus. „In fünf Jahren ist das Fest sicher ein solcher Selbstläufer, dass wir gar nicht alle unterbringen, die gerne mitmachen würden“, sagt Engelhardt.

Heuer ist es allerdings noch nicht ganz so wild. „Falls noch jemand etwas zum Rahmenprogramm beitragen will, kann er sich gerne bei mir melden“, sagt Sebastian Jaeger. Allerdings sollten sich die Angebote unterscheiden. Bands gibts es mittlerweile genug. Das Jugendrotkreuz sorgt für Kinderschminken, der Jugendkreis der freien Evangelischen Kirche für Nachos und Crepês. Die Vorsitzende der Indersdorfer Landfrauen, Anna-Maria Schlatterer, engagiert sich gewöhnlich im Winter beim Advent am Kloster für soziale Projekte, jetzt will sie sich mit einer Freundin mit einem Flohmarkt am Sommerfest beteiligen (Details werden noch bekanntgegeben). Verkaufen und Gutes tun, ist die Devise.

Für Kreative bietet das Team von Leinwandlabor einen Graffiti-Workshop an, mit den Baseballern kann man sporteln.

Der Jugendarbeiter ist begeistert, dass so viele unterschiedliche Gruppen seine Idee unterstützen wollen. Zudem fließt ein großer Teil aller Einnahmen zurück in die Indersdorfer Jugendarbeit.

Ein Highlight hat sich Jaeger selbst ausgesucht: einen Badepool für das Fest. Das ungewöhnliche Gespann wird er von den Niederrother Burschen, die auch die Spirituosenbar betreiben, ausleihen. Nur die wenigsten Festivalbesucher dürften schon mal in einem zum Pool umgebauten Anhänger geplanscht haben.

Das 1. Glonntalfestival

findet am 15. Juli ab 13 Uhr am Indersdorfer Freizeitgelände statt. Es treten unter anderem auf: Orange Fizz, Owing to the Rain, Talent*frei, Stacia und Melli Zech. Der Eintritt ist frei.

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