Schlimmeres verhindert haben die Feuerwehren gestern bei dem Großbrand in Indersdorf wegen ihres raschen Eingreifens. foto: Michael betz

Großeinsatz für Rettungskräfte

Halle im Indersdofer Industriegebiet brennt nieder

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Großeinsatz für die Rettungskräfte: Im Indersdorfer Industriegebiet stand eine Halle in Vollbrand. Das Feuer ist inzwischen (fast) gelöscht, eine Explosionsgefahr gebannt. 

Indersdorf – Im Landkreis Dachau gibt es derzeit eine Serie von großen Bränden. Gestern ging eine Lagerhalle in der Industriestraße in Markt Indersdorf, in der sich eine Wohnung befindet, komplett in Flammen auf. Es war bereits der vierte Großeinsatz für die Feuerwehren innerhalb von nur acht Tagen. Am 14. Juni hatten die Kollegen aus Karlsfeld einem Mann das Leben gerettet, nachdem in dessen Wohnung ein Feuer ausgebrochen war. Am 16. Juni gab es einen Verletzten nach einem Brand in einer Lackiererei in Dachau-Ost. Und am 19. Juni hatten nicht weniger als acht Feuerwehren einen Wohnungsbrand in Sulzemoos zu löschen.

Eine noch größere Dimension hatte der Einsatz gestern in Indersdorf. Nicht weniger als 220 Aktive aus 16 Feuerwehren plus Männer des THW und BRK standen parat. Was die Sache besonders gefährlich für sie machte: Neben der Halle befindet sich ein Gastank – und dieser drohte zu explodieren. Alles begann gestern gegen 14.50 Uhr. Sehr schnell stoben Rauchschwaden in den blauen Nachmittagshimmel, die kilometerweit zu sehen waren. Warum das Industriegebäude Feuer fing, steht laut Polizeipräsidium Oberbayern-Nord noch nicht fest. Die Kripo Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen. Halle und Wohnung standen zum Zeitpunkt des Brandes zwar leer. Dennoch schienen zunächst Personen in Gefahr, denn direkt angrenzend befindet sich der Laden „Secondhand Gabi“, und in diesem Gebäude wohnen zwei Menschen. Zunächst galten sie vermisst. Doch schon bald stand fest: Sie sind unversehrt – sie waren bei Ausbruch des Feuers nicht im Haus.

Bilder: Feuer vernichtet Halle im Indersdofer Industriegebiet

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden. Entwarnung gab es schließlich auch wegen des Gastanks. „Er wurde von uns mit Wasser soweit heruntergekühlt, dass momentan keine Gefahr mehr besteht“, so Kreisbrandmeister Maximilian Reimoser. Allerdings: Das Gebäude ist einsturzgefährdet. Glutnester flackerten immer wieder auf. Das THW begann am Abend mit Radlader und Kran die Hausreste Stück für Stück abzutragen. „Die Löscharbeiten werden sich wohl die ganze Nacht über hinziehen“, so Reimoser gestern. Augenzeuge des Geschehens war Landrat Stefan Löwl. „Wegen der hohen Temperaturen war es eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte. Und wegen der starken Rauchentwicklung mussten sehr viele Atemschutzträger aus Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis hinzugezogen werden“, schildert Löwl die Lage. Insgesamt waren es um die 25, ergänzt Kreisbrandmeister Reimoser. Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden, so das Polizeipräsidium Nord, er dürfte aber im sechsstelligen Euro- bereich liegen. 

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus: Indersdorf, Niederroth, Arnbach, Dachau, Hebertshausen, Günding, Altomünster, Röhrmoos, Eisenhofen, Petershausen, Hirtlbach, Ainhofen, Großberghofen, Vierkirchen, Sigmertshausen, Lauterbach sowie die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung, das THW und das BRK.


Christiane Breitenberger
Thomas Zimmerly

 

Während des Brandes in Indersdorf ist ein Auto in einen Einsatz-Pkw der Feuerwehr gekracht. Laut Polizei Dachau wurde dem Dienst-BMW auf der Dachauer Straße von einem Skoda Octavia, der aus der Straße Am Bahnhof eingebogen war, die Vorfahrt genommen. Am Steuer des Skoda saß ein Mann aus dem Landkreis. Er sowie die Feuerwehrmänner im BMW blieben unverletzt. Beide Autos waren jedoch nicht mehr fahrbereit. Aus diesem Grund kam es rund um die Unfallstelle zu einem Verkehrschaos.

dn

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