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Für Indersdorfer Grundschüler gibt es ab dem kommenden Schuljahr eine längere Mittagsbetreuung. 

Konzeptvorstellung im Gemeinderat

Längere Mittagsbetreuung für Grundschüler

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Immer mehr Eltern wünschen sich eine längere Betreuung für ihre Grundschulkinder. Die Gemeinde Indersdorf hat reagiert und bietet ab dem kommenden Schuljahr eine erweiterte Mittagsbetreuung an.

Indersdorf – Eltern, die für ihr Grundschulkind nach dem Unterricht noch eine Betreuung brauchen, haben jetzt zusätzlich die Möglichkeit, ihre Sprösslinge in die verlängerte Mittagsbetreuung zu geben. Damit hat die Gemeinde auf die erhöhte Nachfrage der Eltern regagiert. Hintergrund war eine Befragung des Elternbeirats bei den Eltern, ob sie sich eine Ganztagsschule oder eine verlängerte Mittagsbetreuung wünschen. Die Mehrheit entschied sich für die verlängerte Mittagsbetreuung. 

Neben den üblichen Angeboten in der Gemeinde, wie Schulkinderbetreuung (von 6.30 bis 7.30 Uhr und nach Unterrichtsschluss bis 17.30 Uhr; bis 14 Jahre) und der verkürzten Mittagsbetreuung von 11 bis 14 Uhr, steht damit ab dem kommenden Schuljahr für die Grundschüler noch eine verlängerte Mittagsbetreuung von 11 bis 15.30 Uhr zur Verfügung. 

Bürgermeister Franz Obesser ist froh, dass er den Eltern die verschiedenen Konzepte anbieten kann: „Ich denke, da ist für jeden etwas dabei.“ 

Die Fachbereichsleitung für die Kindertageseinrichtungen, Renate Krämer, erklärte in der jüngsten Gemeinderatssitzung das neue Konzept. Die zwei wesentlichen Unterschiede zur kurzen Mittagsbetreuung sind: Es gibt dort ein warmes Mittagessen und eine pädagogische Fachkraft betreut die Kinder. „Wir bieten hier zum Beispiel pädagogische Angebote im Bereich kreatives Gestalten sowie Bewegung und Sport“, erklärte Krämer. Die Kinder sollen zum einen die Möglichkeit haben, sich nach dem Unterricht zu entspannen und Ruhe zu finden, zum anderen gibt es eine feste Hausaufgabenzeit von 14 bis 15 Uhr, in der die Kinder von einem Pädagogen begleitet und beaufsichtigt werden. „Die Kinder üben hier positives soziales Verhalten, können kreativ sein und alleine oder mit anderen spielen“, so die Fachbereichsleiterin.  

Eltern können das Konzept weitgehend flexibel nutzen – „so wie sie’s eben brauchen“, bekräftigte Krämer. Zwei Tage pro Woche sind allerdings Minimum – sonst würden die Kinder zu viel von dem pädagogischen Konzept verpassen. 

Die verlängerte Mittagsbetreuung steht den Eltern auch in den ersten drei Wochen der Sommerferien zur Verfügung; hierfür ist eine verbindliche Anmeldung nötig, nicht aber in den anderen Schulferien. Die Kinder, die die verlängerte Mittagsbetreuung besuchen, werden in der Grundschule betreut. Es stehen drei Gruppenräume, zwei Nebenräume und die Aula zur Verfügung. Draußen können die Kinder den Pausenhof der Schule, den Verkehrsübungsplatz und die Außensportanlangen – in Absprache mit der Mittelschule – nutzen. 

Eltern, die für ihre Kinder auch in den Schulferien Betreuung brauchen, haben die Möglichkeit, das übliche Angebot im Haus der Kinder zu nutzen. Hier werden die Kinder in den Faschingsferien, in den Osterferien, eine Woche in den Pfingstferien und in der zweiten Hälfte der Sommerferien betreut. Die Gemeinderäte legten in der Sitzung auch gleich einstimmig die Gebühren fest: Zwei Tage kosten 36 Euro, drei Tage 54 Euro, vier Tage 72 Euro und die Betreuung für die ganze Schulwoche 90 Euro. In den Sommerferien kostet die neue Mittagsbetreuung 10 Euro für vier Stunden, 15 Euro für sechs Stunden und 25 Euro für acht Stunden.

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